French Open Serena und Venus Williams scheitern früh

Schon nach 64 Minuten war alles vorbei: Serena Williams ist bei den French Open an der spanischen Außenseiterin Garbine Muguruza gescheitert. Auch ihre Schwester Venus Williams schied aus. Sabine Lisicki musste nach einem Sturz aufgeben.

Serena Williams:
AP/dpa

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Hamburg - Schock für Serena Williams in Paris: Die topgesetzte Titelverteidigerin ist bei den French Open in Paris überraschend bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 32-jährige US-Amerikanerin unterlag der Weltranglisten-35. Garbine Muguruza aus Spanien in nur 64 Minuten 2:6, 2:6 und erlebte auf dem Court Suzanne Lenglen ein regelrechtes Debakel. "Es war einer dieser Tage, an denen nichts klappt. Ich bin sehr frustriert", sagte die Nummer eins.

"Damit hätte ich nie gerechnet. Das ist heute ein Riesentag für mich. Ich wollte Druck machen und glaube, dass habe ich ganz gut gemacht", sagte die 20 Jahre alte Muguruza, die noch nie zuvor eine Spielerin aus den Top 5 bezwingen konnte.

Es war das früheste Ausscheiden von Serena Williams bei einem Grand-Slam-Turnier seit ihrem Erstrunden-Aus vor zwei Jahren - ebenfalls in Paris. Und es ist die zweite dicke Überraschung im Frauen-Feld des Sandplatz-Events, nachdem am Dienstag bereits die an Position zwei gesetzte Australian-Open-Siegerin Li Na (China)in ihrem Auftaktmatch gescheitert war.

Das erhoffte diesjährige Drittrunden-Duell gegen Schwester Venus Williams war schon vor der Niederlage gegen Muguruza geplatzt, weil Venus auf dem Centre Court der Slowakin Anna Schmiedlova 6:2, 3:6, 4:6 unterlag. Serena hatte die Partie bis in den dritten Satz hinein verfolgt.

Lisicki stürzt und gibt auf

Sabine Lisicki hat nach einem Sturz im deutschen Duell gegen Mona Barthel aufgegeben. Lisicki war beim Stand von 0:1 und 15:15 nach einer Vorhand weggerutscht. Die Wimbledon-Finalistin des vergangenen Jahres bekam einen Verband angelegt und versuchte es danach wieder. Beim Stand von 1:6, 0:3 entschloss sie sich dann aber doch zur Aufgabe. Barthel erreichte damit die dritte Runde und trifft dort auf Pauline Parmentier aus Frankreich oder die Kasachin Jaroslawa Schwedowa.

Zuvor hatte Angelique Kerber als erster deutscher Tennisprofi den Einzug in die dritte Runde perfekt gemacht. Die Weltranglistenneunte besiegte nach der Abwehr von vier Satzbällen die Amerikanerin Varvara Lepchenko 6:2, 7:5. In der nächsten Runde trifft die deutsche Nummer eins entweder auf Daniela Hantuchova (Slowakei/Nr. 31) oder die Französin Claire Feuerstein. Zuvor war Julia Görges (Bad Oldesloe) nach einem 6:2, 2:6, 1:6 gegen Eugenie Bouchard (Kanada/Nr. 18) in der zweiten Runde ausgeschieden.

Der ehemalige Weltranglisten-Erste Roger Federer hat sich wie erwartet für die dritte Runde qualifiziert. Der Schweizer schlug den argentinischen Qualifikanten Diego Sebastian Schwartzman 6:3, 6:4, 6:4. Federer trifft in der Runde der letzten 32 auf den Russen Dmitri Tursunow. Zuvor war bei den Herren auch der Weltranglisten-Zweite Novak Djokovic aus Serbien weitergekommen, Tobias Kamke schied als sechster der acht gestarteten deutschen Tennis-Herren aus. Der Davis-Cup-Spieler verlor in der zweiten Runde nach gut zwei Stunden Spielzeit 3:6, 6:3, 3:6, 0:6 gegen Marin Cilic aus Kroatien. Dieser trifft nun auf den Weltranglisten-Zweiten Novak Djokovic aus Serbien.

Am Donnerstag haben noch Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff die Chance auf den Einzug in die dritte Runde. Ausgeschieden waren schon in der ersten Runde Thomas Haas, Daniel Brands, Dustin Brown, Andreas Beck und Benjamin Becker.

luk/mon/dpa/sid



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