Tennis-Weltrangliste Ohne Grand-Slam-Titel an die Spitze

Simona Halep ist nach ihrem Finaleinzug in China bereits die fünfte Spielerin, die in dieser Saison die Tennis-Weltrangliste anführt. Dabei hat die Rumänin noch keinen großen Titel gewonnen.

Simona Halep
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Simona Halep


Simona Halep übernimmt am kommenden Montag erstmals in ihrer Karriere die Führung in der Tennis-Weltrangliste. Die Rumänin erreichte beim WTA-Turnier in Peking das Finale und löst die spanische Wimbledonsiegerin Garbine Muguruza an der Spitze ab, die sich dort nur vier Wochen halten konnte.

Halep gewann in China gegen die Lettin Jelena Ostapenko 6:2, 6:4 und revanchierte sich damit für die Niederlage im Finale der French Open. Damals hatte Halep ihren ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier und den Sprung auf Platz eins verpasst. Auch in Wimbledon und beim US-Hartplatzturnier in Cincinnati scheiterte sie, kurz bevor sie den Tennis-Thron besteigen konnte. Der neuen Weltranglistenersten fehlt aber weiterhin ein Sieg bei einem der vier großen Major-Turniere.

In dieser Saison ist Halep nach Serena Williams (USA), der Deutschen Angelique Kerber, Karolina Pliskova (Tschechien) und Muguruza bereits die fünfte Nummer eins. Das hatte es seit 2008 nicht mehr gegeben, als mit der Belgierin Justine Henin, Maria Sharapova (Russland), den beiden Serbinnen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic sowie Serena Williams ebenfalls fünf verschiedene Spielerinnen an der WTA-Spitze gestanden hatten.

Im Finale des mit sieben Millionen Dollar dotierten Turniers trifft Halep am Sonntag entweder auf die Tschechin Petra Kvitova oder die Französin Caroline Garcia. Die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen Kerber, Julia Görges und Andrea Petkovic waren in Peking jeweils in der zweiten Runde ausgeschieden. Kerber ist in der Weltrangliste mittlerweile auf den zwölften Platz abgerutscht.

krä/sid



insgesamt 4 Beiträge
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bssh 07.10.2017
1. Schlechte Überschrift
Anstatt einfach die Leistung zu würdigen, wird die Spielerin durch die Überschrift erst mal niedergemacht. Dabei haben Grand-Slam-Titel und Weltspitze nur wenig miteinander zu tun. Der einzige Zusammenhang liegt darin, dass man durch einen Grand-Slam-Titel mehr Punkte für die Weltrangliste sammelt als bei einem anderen Turnier, aber bei den Masters holt man sich z.B. auch sehr viele Punkte. Man kann sich durch kontinuierlich sehr gute Leistungen an die Weltspitze bringen und dort auch bleiben oder manchmal durch ein oder gar zwei GS-Titel nach oben kommen, aber sich dort nicht halten. Was ist besser? Es gab auch vorher schon Leute an der Spitze, die nie einen GS-Titel gewonnen haben, und auch da wurde leider gemeckert.
yxos 07.10.2017
2. Wertung?
@#1: Also ich kann im Titel überhaupt keine Wertung des Sachverhalts erkennen, weder positiv noch negativ. Das ist eine völlig wertneutrale und richtige Aussage!
DieHappy 07.10.2017
3.
Zitat von bsshAnstatt einfach die Leistung zu würdigen, wird die Spielerin durch die Überschrift erst mal niedergemacht. Dabei haben Grand-Slam-Titel und Weltspitze nur wenig miteinander zu tun. Der einzige Zusammenhang liegt darin, dass man durch einen Grand-Slam-Titel mehr Punkte für die Weltrangliste sammelt als bei einem anderen Turnier, aber bei den Masters holt man sich z.B. auch sehr viele Punkte. Man kann sich durch kontinuierlich sehr gute Leistungen an die Weltspitze bringen und dort auch bleiben oder manchmal durch ein oder gar zwei GS-Titel nach oben kommen, aber sich dort nicht halten. Was ist besser? Es gab auch vorher schon Leute an der Spitze, die nie einen GS-Titel gewonnen haben, und auch da wurde leider gemeckert.
Wenn das einfache benennen einen durchaus interessanten Faktums, "niedermachen" sein soll, weiß ich, dass ich wieder bei der verzerrten Medien Wahrnehmung angekommen bin.
jean-baptiste-perrier 07.10.2017
4. Schliesse mich an!
Ich finde die Überschrift auch schlicht sachlich korrekt. Dieses Jahr ist wesentlich einfacher die Nr. 1 zu werden als letztes Jahr (mit Serena in der Konkurrenz). Letztes Jahr gab es zwei durchgängig dominante Spielerinnen: Angelique Kerber und Serena Williams! Diese Jahr gibt es keine konstant dominanten Spielerinnen, sondern immer nur zeitweise (meist für ein Turnier) dominante. Es ist tennis-historisch tatsächlich ungewöhnlich, dass mehrere Spielerinnen ohne Major-Titel (GS) sich als Nr.1 in einem Jahr abwechseln (Pliskova, Halep).
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