Tennis Wozniacki neue Nummer eins der Weltrangliste

Die Dänin Caroline Wozniacki hat Serena Williams von der Spitze der Tennis-Weltrangliste verdrängt. Nachdem die 20-Jährige die Führung durch ihr Halbfinal-Aus bei den US Open noch verpasst hatte, schaffte sie nun durch den Einzug ins Viertelfinale bei den China Open den Sprung an die Spitze.

Caroline Wozniacki: Blumenbukett zur Weltranglistenführung
dpa

Caroline Wozniacki: Blumenbukett zur Weltranglistenführung


Hamburg - Caroline Wozniacki ist am Ziel ihrer Träume angekommen: Die Dänin ist die neue Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Mit ihrem Achtelfinal-Sieg bei den China Open in Peking zog Wozniacki an der bisherigen Spitzenreiterin Serena Williams vorbei. Die 20-Jährige ist die 20. Spielerin auf der Top-Position seit Einführung der Computer-Weltrangliste vor 35 Jahren.

Noch bei den US Open hatte Wozniacki als topgesetzte Spielerin und Favoritin mit ihrem Halbfinal-Aus die Chance verpasst, die seit Wimbledon wegen einer Fußverletzung pausierende Amerikanerin zu überholen. Mit dem 6:3, 6:2 über die Tschechin Petra Kvitova machte Wozniacki nun den entscheidenden Schritt. Durch den Viertelfinal-Einzug beim mit 4,5 Millionen Dollar dotierten WTA-Turnier revanchierte sich Wozniacki bei Kvitova zugleich für die Niederlage in Wimbledon.

"Ich habe gar nicht so sehr an die Rangliste gedacht. Ich denke an das Match, das ich gerade spiele", sagte Wozniacki. "Nach Wimbledon hatte ich eine schöne Pause, in der ich gut trainieren und in Form kommen konnte", sagte Wozniacki, die am vergangenen Samstag in Tokio bereits ihren fünften Turniersieg in diesem Jahr gefeiert hatte.

Keine Rede mehr von Manipulationsvorwürfen

"Ich habe zuletzt wirklich gut gespielt. Ich spiele gern Matches, ich mag den Wettkampf", erklärte die aus einer äußerst sportlichen Familie stammende Wozniacki. Vater und Trainer Piotr war einst Fußball-Profi in Polen und Dänemark, Mutter Anna polnische Volleyball-Nationalspielerin, Bruder Patrik ist Fußball-Profi in Dänemark.

Abgeschüttelt hat Wozniacki die Negativ-Schlagzeilen aus dem vorigen Herbst, als sie in Luxemburg kurz vor dem Matchgewinn gegen Lokalmatadorin Anne Kremer auf Anraten ihres Vaters aufgab. Gegen Vorwürfe der Manipulation wehrte sie sich standhaft unter Verweis auf eine Verletzung. Eine Fortsetzung des Matches hätte den Start bei den abschließenden WTA Championships in Doha gefährdet.

Als letzte Deutsche ist Angelique Kerber beim Hartplatz-Turnier in Peking ausgeschieden. Die Kielerin wurde in nur 48 Minuten 2:6, 0:6 von der Lokalmatadorin Li Na abgefertigt. In der Herren-Konkurrenz sind bereits seit dem Aus von Philipp Kohlschreiber und Michael Berrer am Mittwoch keine deutschen Teilnehmer mehr dabei.

luk/dpa



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