Tiger Woods Der Gestrauchelte ist zurück

Es war sein erster Auftritt nach dem Sexskandal: Beim Masters-Turnier in Augusta hat Golfprofi Tiger Woods eine glänzende Eröffnungsrunde gespielt - das Publikum zeigte sich gnädig mit dem Sünder.

Golf-Profi Woods: Erfolgreiche Eröffnungsrunde
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Golf-Profi Woods: Erfolgreiche Eröffnungsrunde


Hamburg - Golfprofi Tiger Woods ist so gut wie noch nie in das Masters-Turnier in Augusta gestartet. Bei seinem mit Spannung erwarteten Comeback nach 144 Tagen Pause spielte der US-Amerikaner am Donnerstag (Ortszeit) eine 68er-Eröffnungsrunde. Mit vier Schlägen unter Par rangiert er auf dem geteilten siebten Rang. Vor ihm sind allerdings fünf Spieler mit nur einem Schlag weniger, die sich den zweiten Platz teilen. An der Spitze liegt sein Landsmann Fred Couples, der das bedeutende Major-Turnier im US-Bundesstaat Georgia mit 66 Schlägen eröffnete.

Woods wurde von Fans und Mitspielern trotz seiner in den vergangenen fünf Monaten öffentlich geworden außerehelichen Eskapaden herzlich empfangen. Nach sieben Wochen Training präsentierte sich der 34-Jährige in starker Verfassung. Woods wirkte konzentriert wie zu seinen besten Zeiten, Nervosität vor dem ersten großen öffentlichen Auftritt auf dem Grün war ihm nicht anzumerken. Am 8. und 15. Loch gelang dem Weltranglistenersten sogar jeweils ein viel umjubelter Eagle, das Einlochen zwei Schläge unter dem eigentlich vorgesehenen Platzstandard.

"Das ist unglaublich", freute sich Woods bei seiner Rückkehr nach fünfmonatiger Pause mit Ehekrise und Sexskandalen: "In all den Jahren waren die Fans hier noch nie so laut wie heute." Der führende Couples hatte im Vorfeld des Masters-Turniers noch gemeinsam mit Woods trainiert - es scheint sich für beide ausgezahlt zu haben.

Rückkehr nach dem Absturz

Einen guten Auftakt erwischte auch Bernhard Langer. Der zweimalige Masters-Champion teilt sich nach einer 71er-Runde mit neun weiteren Spielern Rang 22. Martin Kaymer enttäuschte hingegen auf Platz 76 und muss nach 76 Schlägen wie schon in den beiden vergangenen Jahren auf dem Par-72-Kurs um den Cut bangen.

Dass Woods so stark aufspielen würde, hatten nur die wenigsten ihm zuvor zugetraut. Zu heftig schien der öffentliche Absturz, den das Golfidol in den vergangenen Monaten genommen hatte. Nach und nach waren seine zahlreichen Affären ans Licht der Öffentlichkeit gekommen.

Woods hatte seine Frau immer wieder betrogen, unter anderem mit Barfrauen und Pornodarstellerinnen. Nach außen hin hatte er sich dagegen stets als durch und durch sauberer Sportler und Familienvater inszeniert. Mehrere Sponsoren hatten sich denn auch von dem Golfer verabschiedet, als sein Sexleben bekannt wurde.

jar/dpa/sid



insgesamt 15 Beiträge
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Foul Breitner 09.04.2010
1. Eagle
@ Eagle, das Einlochen zwei Schläge unter dem eigentlich vorgesehenen Platzstandard. Es müßte eigentlich "Lochstandart" heißen.
autocrator 09.04.2010
2. verlogen & bigott
soso, der traum aller schwiegermütter, jung, gutaussehend, sympathisch wirkend, ist da zurück, wohin er gehört, auf dem golfplatz, um seinen sport zu betreiben. nach viel gerumpel um seine andere vorliebe im leben, sex. und wie lüstern und geifernd die monogamisten darüber hergefallen sind! wie die verlogenen schwiegermütterträume und seine person zerfetzt worden sind ... weil Mr. Woods einfach nur seinem natürlichen trieb folgte ... um den voyeuristischen trieb und die schadenfreude der bigotten zu befriedigen. eine widerliche vorstellung wurde da abgeliefert - aber nicht von Mr. Woods!
mmueller60 09.04.2010
3. s
Zitat von Foul Breitner@ Eagle, das Einlochen zwei Schläge unter dem eigentlich vorgesehenen Platzstandard. Es müßte eigentlich "Lochstandart" heißen.
Aber bitte nicht mit 't'. ;) http://www.k-faktor.com/standart/
ray4901 09.04.2010
4. Jawoll
Zitat von Foul Breitner@ Eagle, das Einlochen zwei Schläge unter dem eigentlich vorgesehenen Platzstandard. Es müßte eigentlich "Lochstandart" heißen.
aber mit "d" Zur Sache: Die Sponsoren werden, aufgrund des "lauten Applauses" reumütig zurückkehren. Golf ist halt doch ein sauberer Sport ;-) Wenn ich die friedliche Begeisterung mit den Pyros in den Fusballstadien vergleiche..... Aua! Jetzt hat mich ein verunglückter Abschlag vom Tiger voll am Kopf getroffen ;-) ;-)
Colorful, 09.04.2010
5. Job vs. Privat
Woods ist ein Sportler. Und er ist augenscheinlich ein Meister seines Faches. Solche Leistungen respektiere ich, auch wenn ich kein Golfer bin. Was er privat macht, ist mir egal, solange er nichts kriminelles tut. Geht mich auch nichts an. Mir sind eher die Leute zuwider, die sich an diesen privaten Dingen ergötzen oder bereichern.
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