Tischtennis-WM Deutscher Goldtraum platzt gegen China

Es hatte so gut begonnen: Timo Boll besiegte im Halbfinale der Tischtennis-WM in Bremen Ma Lin aus China, dann folgten zwei Niederlagen der Teamkollegen. Im Duell gegen die Nummer 1 der Welt hielt Boll dann gut mit, verlor aber im entscheidenden Satz.


Bremen - Boll unterlag Liqin Wang vor 13.500 Zuschauern in fünf Sätzen, im letzten verlor der Deutsche 6:11, nachdem er zwischenzeitlich schon 5:3 geführt hatte. "Wir müssen noch ein wenig trainieren, aber wir haben die Chinesen auf jeden Fall ganz schön ins Schwitzen gebracht. Wir werden es wieder probieren", erklärte Boll unmittelbar nach seiner Niederlage gegen den Einzel-Weltmeister.

DTTB-Profi Boll: "Die Chinesen ins Schwitzen gebracht"
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DTTB-Profi Boll: "Die Chinesen ins Schwitzen gebracht"

Zuvor hatte Boll den Weltranglisten-Vierten Ma Lin in fünf Sätzen besiegt, Christian Süß und Zsoltan Fejer-Konnerth ihre Einzel jedoch jeweils klar 0:3 verloren. 1:3 hieß es am Ende aus Sicht der Gastgeber in der Neuauflage des WM-Endspiels von 2004 in Doha.

Durch den Viertelfinal-Erfolg gegen Russland haben die Herren des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) aber erstmals bei zwei WM-Turnieren in Folge eine Medaille gewonnen. Vor 2004 hatten deutsche Herren auch schon 1969 in München Silber sowie 1963, 1967, 1993 und 1997 jeweils Bronze geholt. "Eine Medaille war unser Ziel, deswegen sind wir auch mit Bronze zufrieden und können die WM auch sportlich als Erfolg werten", sagte DTTB-Präsident Thomas Weikert. 

China trifft auf dem Weg zu seinem 15. WM-Titel am Montag (13.15 Uhr) im Finale entweder auf Südkorea oder Hongkong, die am Abend den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln.

goe/sid



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