Tod eines Handballprofis Dormagener Faißt stirbt bei Länderspiel

Der erst 20-jährige Sebastian Faißt vom Handball-Bundesligisten TSV Dormagen ist während eines Spiels der deutschen U21-Nationalmannschaft gestorben. Er brach auf dem Feld zusammen, der Mannschaftsarzt konnte ihn nicht mehr wiederbeleben. Die Partie wurde abgebrochen.


Hamburg - Faißt starb während des Spiels gegen die Schweiz in Schaffhausen. Er brach in der 14. Spielminute beim Zurücklaufen ohne Einwirken eines Gegners zusammen. Mannschaftsarzt Kurt Steuer und ein Notarzt versuchten eine Stunde lang vergeblich, den Spieler des TSV Dormagen zu reanimieren.

"Ich vermute, dass ein Gefäß im Schädel geplatzt ist", wird Steuer auf der Homepage des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zitiert. Das Länderspiel wurde abgebrochen. Psychologen betreuten die Spieler.

"Wir trauern um einen Spieler, um einen Freund", sagte der Dormagener Hauptgeschäftsführer Uli Derad, "wir sprechen den Angehörigen unser tiefes Mitleid aus. Es ist schwer, für das Geschehene Worte zu finden."

Faißt hatte die deutsche U21-Mannschaft auf das Spielfeld geführt und den ersten Treffer markiert. Er zählte zu den hoffnungsvollsten Talenten des deutschen Handballs für die Position im rechten Rückraum.

Nach dem Bundesligaspiel der Dormagener am vergangenen Freitag gegen die Füchse Berlin war Faißt zur Junioren-Nationalmannschaft gefahren. Im Rahmen des Lehrgangs sollten auch zwei Länderspiele gegen die Schweiz ausgetragen werden.

Am Samstag wäre Faißt, der beim sensationellen 28:28 der Dormagener zum Saisonauftakt beim deutschen Rekordmeister THW Kiel vier Tore beigesteuert hatte, 21 Jahre alt geworden.

all/dpa

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