Zusammenbruch kurz vorm Ziel Läufer stirbt bei Frankfurt-Marathon

Beim Frankfurt-Marathon ist ein Teilnehmer zusammengebrochen und wenig später im Krankenhaus verstorben. Es ist der erste Todesfall in der Geschichte des Wettbewerbs.


Der Frankfurt-Marathon wird von einem tragischen Zwischenfall überschattet: Beim Wettbewerb hat es am vergangenen Sonntag den ersten Todesfall in der 35-jährigen Geschichte des Laufes gegeben. Nach Angaben der Organisatoren brach ein Teilnehmer bei Streckenkilometer 39 zusammen. Der Mann sei sofort ärztlich versorgt worden, aber trotz mehrerer Wiederbelebungsversuche im Krankenhaus gestorben. Der Läufer hatte offenbar eine Vorerkrankung am Herzen.

"Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Sportlers", wird Renndirektor Jo Schindler auf der Internetseite des Wettbewerbs zitiert. Nähere Angaben zu den Umständen seien aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht nicht bekannt, heißt es weiter.

Der Marathon wird seit 1981 in Frankfurt ausgerichtet. Mehr als 15.000 Läufer waren am Sonntag gemeldet.

mon/sid/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
noalk 31.10.2016
1. Statistisch betrachtet, ist das nichts Ungewöhnliches.
Bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren sterben pro Jahr 187,5 von 15000 Menschen, also im Mittel etwa alle 2 Tage einer. Dass in 35 Jahren also mal ein Läufer während dieser Veranstaltung stirbt, ist eher unterdurchschnittlich, auch wenn man in Betracht zieht, dass an einem Marathon in der Mehrzahl nur Menschen teilnehmen, die älter als 18 und jünger als 60 (oder meinetwegen 70) Jahre alt sind. Ich sehe bei so einem Vorfall, so tragisch er für den Betroffenen und die Hinterbliebenen sein mag, keinen Grund zu Beunruhigung.
verfahrensbeteiligter 31.10.2016
2. Tragisch,...
...aber leider nicht überraschend. Ich versteh nicht, warum sich die Organisatoren keine ärztliche Bescheinigung vorlegen lassen. Das garantiert zwar noch nichts, aber eine eventuelle Vorerkrankung ließe sich vielleicht ausschließen. Beim Marseille-Marathon gilt auf allen Strecken von 10 km bis Marathon: Keine ärztliches Attest - keine Startunterlagen.
noalk 31.10.2016
3. Kein Attest
Zitat von verfahrensbeteiligter...aber leider nicht überraschend. Ich versteh nicht, warum sich die Organisatoren keine ärztliche Bescheinigung vorlegen lassen. Das garantiert zwar noch nichts, aber eine eventuelle Vorerkrankung ließe sich vielleicht ausschließen. Beim Marseille-Marathon gilt auf allen Strecken von 10 km bis Marathon: Keine ärztliches Attest - keine Startunterlagen.
Es gibt etwas, das nennt sich Selbstverantwortung. Und die sollte es auch weiterhin geben. Wer an einem Marathonlauf teilnehmen will, sollte das auch tun dürfen - auf EIGENE Verantwortung.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.