Töpperwien "Vielleicht ein Glas zuviel"

Vier Wochen nach seinem Brandunfall fehlt ZDF-Sportreporter Rolf Töpperwien nach eigener Darstellung jede Erinnerung an das Drama. "Ich hatte einen totalen Blackout. Ich grübele jetzt noch Tag und Nacht darüber, wie das passieren konnte."


Rolf Töpperwien
ZDF

Rolf Töpperwien

Hamburg - Töpperwien hat auch keine Erklärung dafür, wie Kokainspuren in sein Blut gelangt sind: "Ich weiß nur, dass ich auf diesem Geburtstag im 'Frankfurter Haus' einen derartigen Filmriss hatte, dass ich mich hinterher an wirklich nichts mehr erinnern kann", sagte er der "Bild am Sonntag". Er nehme keine Drogen.

Töpperwien, der sich beim Hantieren mit Streichhölzern und hochprozentigem Stroh-Rum im Schlafzimmer seiner Wiesbadener Wohnung selbst in Brand gesteckt hatte, sagte: "Vielleicht habe ich ein Glas zu viel getrunken." Zugleich gelobte er Besserung. "Ich muss und ich werde mein Leben radikal ändern." Er wolle weniger Partys besuchen, "nie wieder unkontrolliert feiern" und sich mehr um seine Familie kümmern. "Ich weiß, dass es meine Frau nicht immer leicht mit mir hatte. Deshalb will ich jetzt versuchen, ihr alles zurück zu geben, was sie mir gegeben hat."

Er sei gerade von der Intensivstation des Koblenzer Bundeswehr-Krankenhauses auf eine normale Station verlegt worden, berichtete der Fußball-Reporter. Die Ärzte seien sicher, dass er nach Rehabilitationsmaßnahmen wieder voll einsatzfähig sein werde. Er glaube auch, dass keine sichtbaren Spuren des Unglücks zurückblieben. Töpperwien zeigte sich tief betroffen von seinem Verhalten. Er schäme sich "vor mir selbst, vor meinem Publikum und in erster Linie vor meiner Familie. Und ich weiß, dass so etwas nie wieder passieren wird." Gegen Töpperwien ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf illegalen Kokainbesitz.



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