Rangelei in der Schlussphase Tony Martin und Luke Rowe von Tour de France ausgeschlossen

Sie beharkten sich kurz vor der Ziellinie - zu heftig für die Rennjury. Sie disqualifizierte den Deutschen Tony Martin und seinen britischen Kollegen Luke Rowe bei der Tour de France. Außerdem müssen beide eine Geldstrafe zahlen.

Nach Rangelei mit dem Briten Martin Rowe suspendiert: Tony Martin vom Team Jumbo-Visma
David Stockman/DPA

Nach Rangelei mit dem Briten Martin Rowe suspendiert: Tony Martin vom Team Jumbo-Visma


Für den viermaligen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Team Jumbo-Visma) ist bei der Tour de France vorzeitig Schluss. Nach einer Rangelei mit dem britischen Fahrer Luke Rowe (Team Ineos) wurden beide Fahrer laut einer Mitteilung der Rennjury disqualifiziert.

Auf der offiziellen Ergebnisliste wurden die Namen von Martin und Rowe mit dem Vermerk "aus dem Rennen" gekennzeichnet. Zudem müssen beide eine Geldstrafe von rund 900 Euro zahlen.

Beide Fahrer hatten sich in der Schlussphase der 17. Etappe eine Auseinandersetzung geliefert. Videoaufnahmen zeigen, wie Martin Rowe teils von der Fahrbahn abdrängt.

"Die Entscheidung ist ein Witz und vollkommen übertrieben. Tony hat zweieinhalb Wochen so extrem hart gearbeitet, auch mental viel Kraft gelassen, da sollte man gnädiger sein und die Verhältnismäßigkeit wahren", sagte Martins Manager Jörg Werner.

Das Team Jumbo-Visma verliert mit Martin einen wichtigen Helfer für den Gesamt-Dritten Steven Kruijswijk (Niederlande). Der Rennstall beriet am Mittwochabend über einen möglichen Einspruch.

"Ich denke, wir haben beide unsere Arbeit gemacht. Wir haben vielleicht die Linie ein bisschen überschritten, aber unser Ausschluss ist zu hart", sagte Rowe. "Keiner von uns hat das verdient." Ineos-Teamchef David Brailsford nannte die Entscheidung "unglaublich hart".

fek/sid



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