Heftiger Sturz bei der Tour de France Greipel bedauert Kritik an Sagan

Radprofi André Greipel hatte Weltmeister Peter Sagan nach dessen Ellbogencheck gegen Mark Cavendish scharf kritisiert. Mittlerweile bedauert der Deutsche seine Aussagen, Sagans Ausschluss sei "zu hart".
André Greipel

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Foto: Bryan Lennon Getty Images

André Greipel bedauert den Ausschluss des Weltmeisters Peter Sagan von der Tour de France. "Ich denke, die Entscheidung der Jury ist zu hart", twitterte 34-Jährige vor der fünften Etappe der Frankreich-Rundfahrt, die heute (13.20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) von Vittel in die Vogesen führt. Sagan war am Tag zuvor nach der vierten Etappe disqualifiziert worden, nachdem es im Schlussspurt zwischen ihm und Mark Cavendish zu einem Zusammenstoß gekommen war . Cavendish brach sich das Schulterblatt und musste die Tour aufgeben.

Sagan fuhr vor dem Unfall bereits extrem weit am Straßenrand. Cavendish versuchte jedoch, zwischen dem Weltmeister und der Absperrung hindurchzufahren. Cavendish verkürzte den Abstand zu Sagan, sodass es zu einer Berührung der Oberkörper kam. Dabei verloren beide Fahrer das Gleichgewicht und Sagan drückte seinen Ellenbogen nach außen - da war Cavendish bereits im Begriff zu stürzen.

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Kurz nach dem Vorfall hatte Greipel noch gegen Sagan gesagt: "Nur weil er das Weltmeister-Trikot anhat, kann er sich nicht alles erlauben." Später bat er den Slowaken via Twitter um Verzeihung: "Manchmal sollte ich mir die Bilder anschauen, bevor ich etwas sage." Der deutsche Radrennstall Bora-hansgrohe legte gegen den Ausschluss seines Fahrers Sagan Protest ein und verlangte dessen Wiederaufnahme in die Ergebnislisten.

"Im Sprint habe ich Mark nicht gesehen. Er kam von rechts und ich wollte an das Hinterrad von Alexander Kristoff. Mark kam sehr schnell von hinten und hat mich berührt. Ich hatte keine Zeit zu reagieren und er kam zu Sturz", wurde Sagan in einer Pressemitteilung des Teams zitiert.

mru/dpa/sid
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