Tour de France Weltmeister Sagan disqualifiziert

Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen worden. Das teilte die Rennjury nach dem Ende der vierten Etappe mit.
Peter Sagan

Peter Sagan

Foto: LIONEL BONAVENTURE/ AFP

Doppel-Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen den Briten Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen worden. "Wir haben entschieden, Peter Sagan zu disqualifizieren. Er hat im Sprint die anderen Fahrer ernsthaft gefährdet", teilte die Rennjury mit. Der Slowake hatte Cavendish beim Sprint-Finale auf der vierten Etappe in Vittel in das Absperrgitter abgedrängt. Der Brite wurde mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht.

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Die Jury hatte Sagan zunächst mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in der Gesamtwertung belegt, später aber ihr Urteil drastisch verschärft. Zuvor hatte auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag den Ausschluss gefordert: "Das muss Konsequenzen haben. Er ist Weltmeister und eine Art Vorbild. Der Weltverband muss reagieren. Es ist hart einen Weltmeister zu disqualifizieren, aber das sollte gemacht werden."

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Foto: Chris Graythen/ Getty Images

Cavendish wurde unterdessen bandagiert mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht, auch sein rechter Zeigefinger musste genäht werden. Etwas glimpflicher kam John Degenkolb davon. Der Deutsche war ebenfalls in den Crash involviert und erlitt Verletzungen an der rechten Schulter.

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"Es geht mir den Umständen entsprechend. Ich bin schlimm gestürzt. Ich habe nur noch gesehen, wie Cav am Boden lag und wollte noch drüber springen. Fast hätte es geklappt", sagte Degenkolb, der nach der Etappe sicherheitshalber zum Röntgen fuhr. Anschließend gab Degenkolb Entwarnung. "Es ist zum Glück nichts gebrochen", sagte er der "Sportschau". "Aber es werden harte Tage."

mru/sid/dpa
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