Tour de France Teunissen verteidigt Gelbes Trikot gegen Thomas

Lange Zeit sah alles nach einem Etappensieg von Team Ineos aus. Doch Mike Teunissen im Gelben Trikot wehrte den Angriff von Vorjahressieger Geraint Thomas ab - auch dank Tony Martin.

Mike Teunissen (2.v.r.) behält das Gelbe Trikot
Christian Hartmann / REUTERS

Mike Teunissen (2.v.r.) behält das Gelbe Trikot


Mike Teunissen hat sein Gelbes Trikot gegen die Angriffe des Team Ineos mit Vorjahressieger Geraint Thomas und Toptalent Egan Bernal verteidigt. Im Mannschaftszeitfahren siegte sein Team Jumbo-Visma mit 20 Sekunden Vorsprung auf Ineos und holte damit den zweiten Tagessieg nach dem überraschenden Etappentriumph von Teunissen zum Tour-Start.

Jumbo-Visma besetzt damit die ersten fünf Plätze im Gesamtklassement. Teunissen führt zehn Sekunden vor seinen Teamkollegen, darunter auch dem deutschen Zeitfahrspezialisten Tony Martin und Klassementfahrer Steven Kruijswijk.

Ineos war aufgrund des schlechtesten Ergebnis beim Grand Départ am Vortag als erste Mannschaft auf den 27,6 Kilometer langen Zeitfahrkurs in Brüssel gegangen - und setzte mit einer Zeit von 29:18 Minuten gleich den Richtwert für die anderen Teams. "Es hat sich gut angefühlt. Wir hatten eine gute Geschwindigkeit. Einige Kurven hätten wir schneller fahren können, aber das war ein minimaler Zeitverlust", sagte Thomas.

Wirklich gefährlich wurde Ineos im letzten Drittel des Rennens QuickStep, das eine Sekunde langsamer war. Zuvor waren das deutsche Team Sunweb und Katuhsa sechs Sekunden langsamer gewesen als die Briten. Erst Jumbo-Visma als letzter Starter konnte die Zeit von Team Ineos um 20 Sekunden unterbieten.

Team Ineos hatte lange geführt
YOAN VALAT/EPA-EFE/REX

Team Ineos hatte lange geführt

Brüssel erlebte eines der schnellsten Teamzeitfahren in der Tour-Historie, an den Rekord von Orica-GreenEdge in Nizza (2013/57,841 km/h) kam aber keine Equipe heran. Katusha mit Nils Politt und Rick Zabel war als Fünfter überraschend stark. "Wir können sehr zufrieden sein, wir sind fast perfekt gefahren", sagte Politt. Emanuel Buchmann von Team Bora-Hansgrohe, das Zwölfter wurde, war mit der Leistung seines Teams zufrieden: "Es war eine solide Vorstellung, kein super, super gutes Zeitfahren", sagte Buchmann.

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Andere Klassementfahrer verloren deutlich mehr Sekunden auf die Führenden: Nairo Quintana lag mit seinem Team Movistar 01:05 Minuten hinter dem Siegerteam, der Franzose Romain Bardet und AG2R lagen sogar 01:19 Minuten dahinter. Der am Vortag gestürzte Jakob Fuglsang vom Team Astana liegt 51 Sekunden hinter Teunissen.

Die meisten Trikots wechselten ihre Besitzer nicht. Nur Caleb Ewan (LTS) musste sein Dress des besten Jungprofis an Wout van Aert (TJV) abgeben. Peter Sagan fährt auch auf der Flachetappe am Montag wieder in Grün, Greg van Avermaet behält das Bergtrikot.

ptz/sid

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MadamimadaM 07.07.2019
1. Wer hat der kann´s
Wenn dir ein Mann wie Toni Martin seinen Windschatten spendiert solltest du niemals Nein sagen. Du solltest dir aber sicher sein, dass du ihn folgen kannst. Martin hat schon manchen Gegner an die Grenzen gebracht. Als Verbundeter ist er allerdings Gold oder noch besser GELB wert. Gratulation Jumbo Visma.
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