Tour de France Alaphilippe gewinnt Einzelzeitfahren, van Aert stürzt schwer und muss Tour beenden

Julian Alaphilippe fährt auch nach dem Einzelzeitfahren in Gelb. Auf dem hügeligen Kurs rund um Pau siegte er vor Geraint Thomas. Wout van Aert und Maximilian Schachmann müssen die Tour nach Stürzen verlassen.

Julian Alaphilippe
Christian Hartmann/REUTERS

Julian Alaphilippe


Julian Alaphilippe hat die 13. Etappe der Tour de France 2019 gewonnen. Der Franzose siegte beim Einzelzeitfahren, das in Pau begann und endete, in 35:00 Minuten. Er bleibt damit Führender des Gesamtklassements. Sein größter Konkurrent, der Waliser Geraint Thomas, wurde mit 14 Sekunden Rückstand Zweiter.

Überschattet wurde das Einzelzeitfahren vom Unfall des Belgiers Wout van Aert. Der Belgier geriet bei einer Rechtskurve zu nah an ein Gitter, blieb mit seinem Schuh darin hängen und stürzte schwer. Sein Team Jumbo-Visma teilte mit, dass der Gestürzte bei Bewusstsein sei und sich eine schwere Fleischwunde am rechten Oberschenkel zugezogen habe. Im Krankenhaus werde er genauer untersucht. Die Tour ist für ihn beendet.

Wout van Aert wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert
David Stockman/DPA

Wout van Aert wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert

Auch der deutsche Straßenrad-Meister Maximilian Schachmann muss nach einem Sturz die Tour verlassen. "Mir ist das Vorderrad weggerutscht, da kamen die Gitter", sagte Schachmann in der ARD. Der Bora-hansgrohe-Profi brach sich bei dem Unfall die Hand.

Die 27,2 Kilometer lange Strecke führte die Fahrer zunächst über ein paar kleine aber fordernde Anstiege. Nach der zweiten Zeitnahme wurde es auf dem Weg zurück nach Pau flacher und die Fahrer konnten Tempo machen. Auf dem letzten Kilometer wartete noch ein Anstieg von rund fünf Prozent. Der Kurs endete schließlich auf dem Place de Verdun in Pau.

Viermal Weltmeister im Einzelzeitfahren, dreimal mit der Mannschaft - Tony Martin gehörte in der Vergangenheit immer zu den Favoriten beim Kampf gegen die Uhr. Davon war auf der 13. Etappe nichts zu sehen. Bereits kurz nach dem Start wurde der 34-Jährige von Chad Haga überholt - bis ins Ziel verlor Martin, der im Schongang sein Tagespensum absolvierte, mehr als sechs Minuten auf den Tagessieger.

Tony Martin verzichtete auf einen Angriff in seiner Spezialdisziplin
Gonzalo Fuentes/REUTERS

Tony Martin verzichtete auf einen Angriff in seiner Spezialdisziplin

"Ich merke, dass der Akku zu Ende geht. Ich wäre heute definitiv nicht um den Sieg mitgefahren und dann habe ich es bevorzugt, ein bisschen ruhiger zu fahren", sagte er nach der Etappe.

Am Samstag geht es auf den Tourmalet

Auf der 14. Etappe geht es am Samstag (13.30 Uhr, Liveticker: SPIEGEL ONLINE, TV: ARD und Eurosport) über den Col du Soulor zum Zielgipfel, den berühmten Tourmalet. 2018 wurde dort Julian Alaphilippe Erster.

mfu/sid



insgesamt 2 Beiträge
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hooge789 19.07.2019
1. Zu kurz
Bei diesem Zeitfahren waren keine großen Unterschiede zu erwarten. Die Strecke ist einfach zu kurz. Damit kann man einen Puncher wie Alaphilippe nicht in Verlegenheit bringen.
chense90 20.07.2019
2. Und Buchmann verschweigt man ...
... dessen wirklich ordentlicher 15. Platz der ihn auf dem 6. Rang im Klassement hält war wohl keiner Erwähnung wert.
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