Powerranking Wer gewinnt die Tour de France?

Auch ohne den verletzten Chris Froome geht das Team Ineos mit zwei Favoriten auf den Gesamtsieg an den Start. Unser Experte Eike Hagen Hoppmann gibt Antworten auf die Frage, wer die stärksten Fahrer bei der Tour de France sind.

Tour-Sieger 2018: Geraint Thomas
Belga/ imago images

Tour-Sieger 2018: Geraint Thomas


Bevor man über die Topfavoriten der diesjährigen Tour de France redet, muss man zunächst über die Namen sprechen, die bei der 106. Frankreich-Rundfahrt nicht an den Start gehen. Denn sowohl der viermalige Tour-Sieger und Vorjahresdritte Chris Froome (Ineos) als auch der Vorjahreszweite Tom Dumoulin (Sunweb) fallen verletzt aus.

Auf den ersten Blick macht es das Rennen um den Gesamtsieg in Frankreich offener. Doch auch ohne Froome hat das Team Ineos (ehemals Sky) die beiden Topfavoriten in den eigenen Reihen. Die Mannschaft könnte somit den siebten Sieg in den vergangenen acht Jahren holen.

SPIEGEL-ONLINE-Experte Eike Hagen Hoppmann hat vor dem Start der Tour die mutmaßlich besten Klassementfahrer bewertet und sortiert. In die Bewertung eingeflossen sind dabei die bisherigen Saisonleistungen, das Abschneiden bei der Tour de France in den vergangenen Jahren, die Stärke der Mannschaft und wie gut die Strecke zu den Fähigkeiten der Fahrer passt.

Ein Trio als Opfer der Doppelbelastung

Nicht in den Top zehn zu finden sind Vincenzo Nibali (Bahrain Merida), Mikel Landa (Movistar) und Simon Yates (Mitchelton-Scott). Das Trio zählt im Normalfall zur Weltspitze. Alle drei sind aber im Mai bereits den Giro d'Italia gefahren. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Belastung mit zwei großen Rundfahrten innerhalb weniger Wochen groß ist. Andere Fahrer, die sich in der Vorbereitung nur auf die Frankreich-Rundfahrt konzentriert haben, dürften frischer an den Start gehen. Allerdings: Man darf die drei nicht abschreiben. Sie könnten unter Umständen um einen Podiumsplatz mitfahren. Möglich ist aber auch, dass sie die Gesamtwertung früh abschenken und stattdessen Etappensiege oder das Bergtrikot ins Visier nehmen.

Auch Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) hat den Sprung unter die besten zehn Fahrer nicht geschafft. Der 26-Jährige fährt zwar eine starke Saison und landete bei der Tour-Generalprobe Dauphine auf dem dritten Platz. Doch bei den großen dreiwöchigen Rundfahrten konnte er seine Form bislang noch nicht so konstant auf hohem Niveau halten, wie ihm das bei einwöchigen Rennen inzwischen gelingt.

Hier ist die Rangliste von Platz zehn bis zur Nummer eins:



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
mwroer 05.07.2019
1.
Absagen den ganzen Unfug - Umweltbelastung durch sportliche Großevents braucht keiner. Außerdem fährt Tom Dumoulin verletzungsbedingt nicht mit also ist das ganze eh doof :( Bernal gewinnt sowieso (Stürze und ähnliches außen vor) - von daher hält sich auch der allgemeine Unterhaltungswert in Grenzen.
extra330sc 05.07.2019
2. Es ist ja nur die TdF
Wow, einen Tag vor dem Toustart sind bei SPON zwei halbe Artikel dazu erschienen. Es ist ja nur das drittgrößte Sportereignis der Welt. Ansonsten wie immer, banales und noch banaleres zum Fußball, bis die Augen bluten.
herm16 05.07.2019
3. kommentar extra330sc
ich hab früher gerne die Tour angeschaut, denke aber der Sport hat sich durch Doping selber zerstört, ich schau es nicht mehr an
extra330sc 05.07.2019
4.
Zitat von herm16ich hab früher gerne die Tour angeschaut, denke aber der Sport hat sich durch Doping selber zerstört, ich schau es nicht mehr an
Welchen Sport schauen Sie denn nun? Fußball? Da gibt´s kein Doping, bringt da ja nix und deswegen testen die dort auch erst gar nicht wirklich. Nehmen Sie meinen zynischen Unterton bitte nicht persönlich....
chense90 05.07.2019
5. @extra330sc ... es ist auch nur die Tour
Das bei weitem interessanteste Etappenrennen des Jahres ist durch ... die TDF ist dann nochmal ganz nettes Beiwerk ... Ich denke dass Buchmann eine viel größere Rolle spielen kann als angenommen zu Sieg oder Podium wird es aber nicht reichen ... Richie wäre es zu gönnen könnte er endlich sein Potential ausspielen aber gegen Ineos wird das hart
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