Tour de France Pinot siegt am Col du Tourmalet, Buchmann wird Vierter

Bei der 14. Etappe mussten die Fahrer den zweithöchsten Berg der diesjährigen Tour erklimmen. Das Peloton sammelte alle Ausreißer wieder ein, sodass es erst auf den letzten Metern zur Entscheidung kam.

Anne-Christine Poujoulat / AFP

Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) hat die 14. Etappe der Tour de France von Tarbes nach Barèges am Col du Tourmalet gewonnen. Nach 117,5 Kilometern kam der Franzose vor Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick-Step) und Steven Kruijswijk (Jumbo-Visma) ins Ziel. Der Deutsche Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe) konnte bis zum Schluss mithalten und wurde Vierter. Alaphilippe fährt weiterhin im Gelben Trikot.

Im Bergklassement gab es ebenfalls keine Änderung, Tim Wellens (Lotto-Soudal) verteidigte seine Führung erfolgreich. Der Belgier gehörte lange zur Spitzengruppe und sicherte sich mit einem Sieg bei der zweiten Bergwertung zehn Punkte. Das Grüne Trikot blieb bei Peter Sagan (Bora-Hansgrohe), der mit einem siebten Platz bei der einzigen Sprintwertung des Tages seinen Vorsprung an der Spitze des Sprintklassements weiter ausbaute.

Buchmann hält bis zum Schluss mit

Die Etappe hatte mit leichter Verzögerung aufgrund einer Demonstration örtlicher Landwirte am Straßenrand begonnen. Früh gab es mehrere Attacken, eine Gruppe von mehr als 15 Fahrern um den Toursieger von 2014, Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida), Wellens und Sagan setzte sich ab. Am ersten Berg, dem Col du Soular, zersplitterte die Ausreißergruppe und die Topfahrer wurden eingeholt.

Fotostrecke

10  Bilder
Tour de France: Proteste und Peloton

Während des Anstiegs am mehr als 2000 Meter hohen Tourmalet, dem am häufigsten befahrenen Berg der Tourgeschichte, verloren Favoriten wie Nairo Quintana (Movistar) und Geraint Thomas (Ineos) der Reihe nach den Anschluss. Kein Ausreißer konnte den Verfolgern entkommen - auch nicht Buchmann, der am Ende Chancen auf den Etappensieg hatte und selbst zur Attacke ansetzte. Auf den letzten Metern zog Pinot schließlich davon und sicherte sich seinen ersten Etappensieg bei dieser Tour.

Vor dem zweiten Ruhetag am Montag führt die nächste Etappe das Feld weiterhin durch die Pyrenäen. Ab 12.10 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV Eurosport und Das Erste) geht es am Sonntag von Limoux nach Foix, insgesamt sind 185,5 Kilometer zu bewältigen.

mrk

Mehr zum Thema


insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Sibylle1969 20.07.2019
1.
Bareges liegt aber nicht auf dem COL du Tourmalet, sondern ist der letzte Talort, bevor der Anstieg zum Pass richtig losgeht.
kloppononstoppo 20.07.2019
2. SPON hat immer recht...
OK, SPON schreibt: ""...Bei der 14. Etappe mussten die Fahrer den zweithöchsten Berg der diesjährigen Tour erklimmen..." Schauen wir uns doch mal die Strecke an. Heute hatten wir also den Col du Tourmalet mit 2115m, laut SPON der "zweithöchste Berg der diesjährigen Tour". Am 25.7. (18. Etappe) folgt der Col d' Izoard (2360m) und der Col du Galibier (2642m). Am 26.7. (Etappe 19) folgt der Col de l'iseran (2770m). Und am 27.7. (Etappe 20) haben wir noch die Bergankunft in Val Thorens (2365m). Ich komme irgendwie nur auf den fünfthöchsten Berg. Und wenn ihr schon die zweithöchste Bergankunft meint, schreibt das doch einfach...
coronar 20.07.2019
3. Ein toller Emanuel...
Buchmann! Eine großartige Leistung. Auf den letzten Kilometern habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, wann er abreißen lassen muss - dann attackiert er sogar und fährt am Ende mit so starken Fahrern bis ins Ziel. Das hat wirklich Spaß gemacht!
willib1955 20.07.2019
4.
Zitat von Sibylle1969Bareges liegt aber nicht auf dem COL du Tourmalet, sondern ist der letzte Talort, bevor der Anstieg zum Pass richtig losgeht.
Steht ja auch nirgendwo geschrieben das Bareges auf dem Col du Tourmalet liegt. - - - - - Die Passage wurde nach dem Hinweis präzisiert. MfG Redaktion Forum
Prussia Culé 20.07.2019
5. Spannender Aufgalopp
Wenn das erst der Aufgalopp zu der entscheidenden Phase der Tour war, dann kann man es kaum erwarten bis es in die Alpen geht. Ganz starke Vorstellungen von so vielen Leuten: Buchmann entfernt sich zeitlich von Leuten Mas, Uran oder Fuglsang. Wenn er als 6. oder 5. in Paris ankommen würde, wäre das schon ganz große Klasse ----- Alaphilippe kämpft um Gelb und da ich persönlich mir einen Franzosen am Ende Platz 1 wünsche, hoffe ich, dass er weiter durchhält - und falls nicht, dass dann Pinot in Gelb nach Paris fährt. David Gaudu verbiegt sich für Thibaut auf dem Rad, De Plus und Bennett fahren Kruijswijk ganz stark weit bis nach oben. Wünsche ihm das Podium, vor allem wegen seines tragischen Sturzes beim Giro 2016 ----- Eine große Enttäuschung hingegen war leider wieder Movistar. Die haben ein so starkes Team, aber wie in den Jahren zuvor nutzen sie ihre Stärke nicht, fahren entweder taktisch unklug oder sie verpulvern ihre Kräfte ohne wirklich etwas dafür zu bekommen, weil Quintana erneut nicht das zeigen kann, was er eigentlich drauf hat und Landa schon zu weit zurückliegt --- Nochmal zu Buchmann: seine Leistung war großartig, aber dass Florian Naß ihn in gefühlt fast jeden 3. Satz irgendwie einbauen muss, ist bisweilen schon nervtötend. Wer das Rennen aufmerksam verfolgt, sich Buchmanns Gesicht und Rückennummer merkt, der weiß, dass er sehr gut drauf ist, was er leisten kann im Vergleich zur Konkurrenz und kann meistens auch mit eigenen Augen sehen im welchem Umfeld er gerade fährt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.