Tour de France Froome klettert auf der zehnten Etappe zum Sieg

Die Tour ist in den Pyrenäen angekommen: Auf der ersten Bergetappe demonstrierte Christopher Froome seine Stärke. Der Brite setzte sich beim steilen Schlussanstieg an die Spitze und verteidigte eindrucksvoll sein Gelbes Trikot.

Froome: Sieg auf der zehnten Etappe
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Froome: Sieg auf der zehnten Etappe


Christopher Froome hat mit einem Kraftakt die zehnte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Gesamtführende setzte sich zum Ende des Teilstücks an die Spitze und feierte nach 4:22,07 Stunden seinen ersten Etappensieg bei dieser Tour. "Ich fühle mich wie auf Wolke sieben, mit so einem Sieg habe ich nicht gerechnet", sagte Froome.

Besonders die letzten der insgesamt 167 Kilometer waren für die Fahrer anstrengend: Der Schlussanstieg ging nach La Pierre-Saint-Martin und endete mit der ersten Bergwertung der höchsten Kategorie. Der Australier Richie Porte machte als Zweiter mit 59 Sekunden Rückstand auf Froome sogar einen Doppelsieg von Team Sky perfekt.

Vorjahressieger Vincenzo Nibali (4:25 Minuten Rückstand) aus Italien und Giro-Gewinner Alberto Contador (2:51) verloren viel Zeit. Beste deutsche Fahrer waren Emanuel Buchmann und Dominik Nerz vom Team Bora-Argon, die mit jeweils 6:28 Minuten Rückstand ins Ziel kamen. Sprintstar André Greipel gewann nach 124 Kilometern den Zwischensprint in Trois-Villes und holte sich mit 225 Punkten das Grüne Trikot vom Slowaken Peter Sagan (222 Punkte) zurück.

In der Gesamtwertung führt Froome mit einer Zeit von 35:56,09 Stunden vor Tejay Van Garderen (2:52 Minuten Rückstand) und Nairo Alexander Quintana Rojas (3:09).

Am Mittwoch geht's über den Col du Tourmalet

Der Franzose Pierrick Fédrigo hatte zusammen mit dem Belgier Kenneth van Bilsen auf dem Weg zum letzten Anstieg mit zum Teil 15 Minuten Vorsprung in Führung gelegen und vielleicht schon vom Etappensieg geträumt. Aber das Team Sky mit seinem Spitzenfahrer war zu stark.

Zu Beginn des 15 Kilometer langen Schlussanstiegs waren noch Froome, Contador, Quintana, Nibali und van Garderen vereint, dann setzte sich Froome an die Spitze und ließ den Kontrahenten keine Chance.

Am Mittwoch folgt die zweite Kletterpartie durch die Pyrenäen von Pau nach Cauterets über 188 Kilometer, die auch den 2215 Meter hohen Tour-Klassiker Col du Tourmalet im Programm hat. Am Donnerstag folgt die Königsetappe im Gebirge an der Grenze zu Spanien mit der Zielankunft auf dem Plateau de Beille (alle Etappen im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

Tour de France 2016

luk/dpa



insgesamt 54 Beiträge
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frenchhornplayer85 14.07.2015
1.
wahnsinns antritt von froome! hoffentlich können die anderen nochhmal zrückschlagen, damit es spannend bleibt. ohne helfer für contador aber fast unmöglich. und bevor die üblichen doping "experten" wiederkommen: seien sie bitte kosequent und gucken sie gar keinen profisport mehr, denn es wird ÜBERALL gedopt!
uzsjgb 14.07.2015
2.
Zitat von frenchhornplayer85wahnsinns antritt von froome! hoffentlich können die anderen nochhmal zrückschlagen, damit es spannend bleibt. ohne helfer für contador aber fast unmöglich. und bevor die üblichen doping "experten" wiederkommen: seien sie bitte kosequent und gucken sie gar keinen profisport mehr, denn es wird ÜBERALL gedopt!
Inwiefern ist so ein Beitrag für eine Diskussion sinnvoll? Warum veröffentlicht der Spiegel solche Beiträge mit unbewiesenen, globalen Verurteilungen? Sie können uns aber gerne davon überzeugen, dass Sie hier keinen Schwachsinn verbreiten und uns die Doper in der Formel 1, beim Billiard und beim Bogenschiessen aufzählen. Danke schön.
Le Commissaire 14.07.2015
3.
Hui, das war ein Antritt! Vor der Tour habe ich die Favoritenrolle bei Froome gesehen (er hatte bislang eine gute Saison) gefolgt von Quintana (er hatte ebenfalls ein gutes Frühjahr und ist noch sehr jung), erst dann bei Contador (ihm steckt der Giro in den Knochen) und zuletzt bei Nibali (er hatte dieses Frühjahr noch überhaupt keinen internationalen Sieg einfahren können). Heute lief es genau so, erst wird Nibali abgehängt, dann Contatdor und zuletzt Quintana. Die Zeiten, in denen ein Fahrer aus den bekannten Gründen direkt hintereinander große Siege einfährt sind eben vorbei. Schade nur, dass die Tour nun etwas langweilig werden könnte. Ein Duell Quintana - Van Garderen könnte aber noch für viel Spannung sorgen.
annfritz 14.07.2015
4. Das war zu erwarten......
.......und wenn Froome während der kommenden zwölf Tage nicht vom Rad fällt ist die Tour 2015 bereits heute entschieden. Spannung ade...........
edurojo 14.07.2015
5. Was jetzt wohl kommt....
Das ist wieder ein Tag, wo die Sofasportler ihr 1/4-Wissen wieder unter die Leute bringen können und in den Generalverdachtsmodus schalten. Ein starker Antritt? Doping. Platz 1 & 2 an Sky? Doping. Froome so viel besser als alle anderen? Doping. Die Tour gewinnen ohne Doping? Niemals. Einen Marathon in 2 Stunden schaffen? Klar, geht. Den Ironman auf Hawaii ohne Doping schaffen? Sicher. Das doppelte seines eigenen Körpergewichtes heben? Ein klacks. Doping im heiligen GEZ-finanzierten Fußball? Niemals. Aber der Radsport ist immer der Erste auf den undifferenziert eingedroschen wird. Bleibt noch: Warum finanziere ich mit meinen Gebühren einen Betrügersport? Welchen jetzt? Radsport? Fußball? Leichathletik? Kampfsport? Kraftsport? Schwimmen? Gesundes Misstrauen ist wichtig, gerade bei den Radlern. Aber der Hang zum Generalverdacht und schnellen Vorverurteilungen ist fast schon lächerlich.
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