Etappenvergabe 2013 Tour de France startet auf Korsika

Zum ersten Mal in der Geschichte des härtesten Radrennens der Welt werden drei Etappen auf der Insel Korsika gefahren. Schenkt man den Gerüchten Glauben, so hat es die Tour de France 2013 auch sonst in sich: Es soll gleich zweimal hinauf nach Alpe d'Huez und einmal auf den Mont Ventoux gehen.

Tour-de-France-Fahrer: 2013 erstmals auf Korsika
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Tour-de-France-Fahrer: 2013 erstmals auf Korsika


Hamburg - Rund eine Woche vor Bekanntgabe der Etappen für die Tour de France im kommenden Jahr haben die Veranstalter vorab bereits ein kleines Geheimnis gelüftet. Demnach werden die ersten drei Etappen des härtesten Radrennens der Welt auf Korsika stattfinden. Noch nie zuvor war die französische Mittelmeerinsel bei der Etappenvergabe berücksichtigt worden.

Mit großer Spannung wird die endgültige Verkündung des Etappenplans am 24. Oktober in Paris erwartet. Insider glauben jedoch bereits jetzt zu wissen, dass es für die Fahrer zweimal den berüchtigten Anstieg nach Alpe d`Huez hinaufgeht. Das zumindest berichtet die französische Tageszeitung "Le Dauphiné Libéré". Demnach sollen nach drei Jahren auch wieder der Mont Ventoux, erstmals der Col de l'Iseran und ein Bergzeitfahren auf dem Programm stehen.

Sollten die Erwartungen eintreffen, erwartet Sportler und Zuschauer zur 100. Tour ein spektakuläres Streckenprofil. Das hatten viele Beobachter bereits vermutet, als die Etappen für die diesjährige Rundfahrt bekanntgegeben worden waren. Zu viele Flachetappen, zu viele Zeitfahren - langweilig, lautete damals die Kritik. Die Veranstalter wollten sich offenbar die Höhepunkte für das Jubiläumsjahr aufheben.

psk/sid



insgesamt 4 Beiträge
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Stelzi 15.10.2012
1. Jap! Strenges Programm!
Immer schön knallhart die HC Berge raufjagen, damit bei den Teilnehmern auch der letzte Zweifel entfernt wird, ob man oder ob man nicht den pharma-Turbo installieren soll - ich spreche selbstverständlich nicht von den "Sieg-Kandidaten" sondern von den Etappenjägern und Wasserträgern. Da gibt es durchaus vereinzelte, ehrliche Fahrer. Aber die merzt man mit immer unmenschlicheren Streckenprofilen auch noch aus - wäre ja gelacht!
stefan.schneider84 15.10.2012
2. Härter, höher, doper!
Japp, schließe mich meinem Vorredner an! Das Streckenprofil muss immer brutaler werden, damit auch der letzte saubere Fahrer es ohne Turbo nicht bis in's Ziel schaffen kann. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon die armen Teufel bei Dottore Ferrari und Fuentes Schlange stehen um die nötige Grundausstattung vorzubestellen. Solange man die prestigeträchtigen Rennen nicht mal langsam auf menschliches Niveau holt, KANN dieser Sport nicht sauber werden. Aber wenn es weiterhin ausreicht anschließend nur die Fahrer an den Pranger zu stellen und die Funktionäre unbehelligt weitermurksen können, ist ja alles wie gehabt.
TLR9 15.10.2012
3.
Der Col de l'Iseran stand schon siebenmal im Programm der Tour de France - zuletzt 2007. Damals wurde nur das letzte Teilstück befahren. Auf dem höchsten, überfahrbaren Alpenpass ist die Luft schon sehr "dünn". Das Profil der diesjährigen Vuelta war mit seinen vielen Anstiegen und Bergankünften schwieriger als die der Tour de France. Vieles war auf einen Start von Alberto Contador ausgerichtet. Dass er trotz Wettkampfpause als Sieger dieser Rundfahrt hervorging, wundert nicht viele Kritiker des Radsports. Das Highlight des Rennes war jedoch die Etappe zum Cuitu Negru. Das Ziel lag "nur" auf 1847 m. Die Fahrer mussten jedoch einen 20 km langen Anstieg bewältigen, der auf den letzten vier Kilometern eine 20 Prozent Steigung aufwies. Da musste jeder Radprofi leiden. Der Sieger der Etappe sah so aus, als würde er sich gleich übergeben müssen. In den französischen Alpen gibt es zumindest schwierigere Anstiege als Alpe d'Huez. So dass man nicht von "höher, weiter, doper" sprechen muss ...
Christian Marx 15.10.2012
4.
Wie unsauber recherchiert ist denn das? Korsika steht schon seit Monaten (Februar) als Startort der TdF2013 fest, nicht erst seit heute. 3 Etappen werden dort stattfinden, danach findet ein Mannschaftzeitfahren in Nizza statt und Etappe 5 startet in Cagneres-sur-Mer. Das Streckenprofil wird mitnichten immer brutaler. Früher waren täglich Etappen von 250 KM an der Tagesordnung, gerne auch mehr. Die Fahrer mussten dazu Ersatzmaterial mitschleppen und fuhren über Strassen zweifelhaften Zustandes hinauf auf die gleichen Höhen. Selbst Jan Ullrich musste 1997 noch eine 252 KM Etappe nach Andorra fahren. Im Vergleich dazu sind die Etappen deutlich leichter zu fahren. Hauptsache man kann den Radsport kaputt schreiben durch solch sinnfreie Kommentare. Der Radsport ist nicht dopingverseuchter als irgendein anderer Profisport, nur wird er deutlich kritischer beäugt.
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