Tour de France Thomas glaubt noch an die Titelverteidigung

Kampfansage an das Gelbe Trikot: Vorjahressieger Geraint Thomas sieht immer noch gute Chancen, die Tour de France zu gewinnen. Sechs Fahrer liegen im Gesamtklassement vor der letzten Tourwoche eng beieinander.

Geraint Thomas sieht sich in "einer superstarken Position".
Jean-Paul Pelissier/ REUTERS

Geraint Thomas sieht sich in "einer superstarken Position".


Vorjahressieger Geraint Thomas ist auch nach einem mäßigen Wochenende in den Pyrenäen zuversichtlich für einen weiteren Gesamtsieg bei der Tour de France. "Wir sind immer noch sehr gut dabei. Wir sind nicht in Gelb und sind nicht den ganzen Tag vorne. Aber es gibt mehrere Wege, die Tour de France zu gewinnen. Wir sind in einer superstarken Position", sagte der Waliser auf einer Pressekonferenz seines Teams Ineos am Montag in Nimes.

Thomas hatte sowohl im Anstieg am Tourmalet als auch in Foix Prat d'Albis abreißen lassen müssen. Er verlor jeweils etwa eine halbe Minute auf den Deutschen Emanuel Buchmann und weitere Topfahrer.

Im Gesamtklassement ist Thomas weiter auf Rang zwei hinter dem Gelb-Träger Julian Alaphilippe, Co-Kapitän Egan Bernal befindet sich am zweiten Ruhetag auf Rang fünf. Teamchef Dave Brailsford erklärte: "Wir sind das einzige Team mit zwei Fahrern für das Gesamtklassement. Es ist eine sehr interessante Situation." In den vergangenen Jahren hatte Ineos-Vorgänger Sky die Tour de France stets geprägt. Sechs der vergangenen sieben Tour-Siege gingen an das Team.

Die ersten sechs Fahrer des Klassements liegen zum Auftakt der letzten Tourwoche nur etwas mehr als zwei Minuten auseinander. Neben dem führenden Alaphilippe werden auch dessen Landsmann Thibaut Pinot und dem Niederländer Steven Kruijswijk beste Chancen eingeräumt. Und auch der sechstplatzierte Emanuel Buchmann hat noch Chancen, der Deutsche zeigte sich in den Pyrenäen in starker Verfassung.

aha/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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chico 76 22.07.2019
1. Selten
spannender gewesen, eine starke Tour.
landei23 22.07.2019
2. Endlich mal eine Tour ohne Dominator.
Überraschungen auf jeder Etappe. Einbrüche, überraschende Stärken, Taktik und Geschick spielen eine Rolle. Fast könnte man glauben, der Radsport normalisiert sich. Wattzahlen am Anstiegen erscheinen vernünftig usw. Wenn das so weitergeht bekommen wir den Radsport zurück, wie er eigentlich gemeint ist.
20InchMovement 22.07.2019
3. Das Bild zum Newsticker
ist von der Ronde van Vlaanderen, nicht von einer Tour Etappe. Es ist die berühmte "muur van geraardsbergen".
ray05 22.07.2019
4.
Pinot ist mein Favorit auf den Gesamtsieg. Er ist der einzige, der Thomas in den Alpen davonfahren kann. Alaphilippe wird einbrechen, nicht schwer und nicht ohne heroischen Kampf, aber doch entscheidend. Buchmann kann am Ende Gesamtdritter werden, wenn er an Thomas' Hinterrad bleibt. Sollte Pinot sogar wider Erwarten abschwören müssen am Hang, dann wird Buchmann hinter Thomas Zweiter der Tour. Der Kerl ist dünn, wortkarg, kümmert sich nur um seine eigenen Angelegenheiten. Wir nennen das "fokussiert". :)
benjorito 22.07.2019
5.
Zitat von 20InchMovementist von der Ronde van Vlaanderen, nicht von einer Tour Etappe. Es ist die berühmte "muur van geraardsbergen".
Ja, und genau diese Muur wurde auf der ersten Etappe gefahren.
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