Tour de France Boom gewinnt umstrittene fünfte Etappe

Kopfsteinpflaster, Regen, Stürze: Der Niederländer Lars Boom vom Belkin-Team hat die fünfte Etappe der Tour de France gewonnen. Das umstrittene Teilstück wurde von zahlreichen Unfällen überschattet, Christopher Froome musste dabei aufgeben.

Radprofi Boom: Sieger der fünften Etappe
AP/dpa

Radprofi Boom: Sieger der fünften Etappe


Hamburg - Radprofi Lars Boom vom niederländischen Belkin-Team hat die fünfte Etappe der 101. Tour de France gewonnen. Der Niederländer setzte sich auf den 155,5 Kilometern vom belgischen Ypern nach Arenberg Porte du Hainaut (Frankreich) durch und verwies Jakub Fuglsang und dessen Astana-Kollegen und Träger des Gelben Trikots Vincenzo Nibali auf die Plätze zwei und drei.

Nachdem sich bereits früh eine siebenköpfige Fluchtgruppe um den Deutschen Tony Martin gebildet hatte, verlief das Rennen in der Folge wie erwartet. Die Spitzengruppe wurde rund 30 Kilometer vor dem Ziel gestellt, von dort an fielen immer mehr Fahrer aus dem Hauptfeld zurück.

Wenige Kilometer vor dem Ziel konnte sich das Trio um Boom, Fuglsang und Nibali vom Feld absetzen, aus dieser Gruppe heraus hatte der Niederländer sechs Kilometer vor dem Ziel angegriffen und seinen Vorsprung bis ins Ziel retten können. Favorit Alberto Contador, der weit abgeschlagen mit einer Verfolgergruppe ins Ziel kam, verlor dabei etwas überraschend fast drei Minuten auf Nibali und das Gelbe Trikot.

Stürze überschatten die fünfte Etappe

Überschattet wurde die anspruchsvolle Etappe von zahlreichen Stürzen auf regennasser Fahrbahn mit insgesamt 15,4 Kilometern Kopfsteinpflasterpassagen. Titelverteidiger Christopher Froome vom Team Sky erwischte es gleich zweimal, der Brite musste etwa 65 Kilometer vor dem Ziel aufgeben.

Auch die Deutschen Giant-Shimano-Profis Marcel Kittel und John Degenkolb hat es auf dem fünften Teilstück getroffen. Der dreifache Etappensieger Kittel rutschte in einem Kreisverkehr weg, kam aber offenbar glimpflich davon. Sein Teamkollege Degenkolb stürzte gleich zweimal, hat Blessuren an der Hüfte erlitten und unterzog sich nach der Etappe einer Röntgenuntersuchung.

Am Donnerstag (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) starten die verbliebenen Fahrer auf der sechsten Etappe von Arras nach Reims in ein weiteres Flachstück. Am Samstag geht es dann in den Vogesen das erste Mal in die Berge.

asi

insgesamt 4 Beiträge
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big t 10.07.2014
1.
hoffe Degenkolb kann weiterfahren. Scahde für Contador, aber das verspricht Spannung, weil er angreifen muss und der Gegner nicht Superdopefroome ist, sondern Nibali, also ein Duell unter Gleichen.
2befair 10.07.2014
2. Froome doping vorwerfen `?
Aber sich freuen wenn Contador angreifen muss , ein überführter Dopingsünder ^^ Und egal was man sagt die Dopen immer noch alle , wie in jedem anderen Sport wo es um Geld geht.
simplythebeast 10.07.2014
3. Die große Apotheken-Rundfahrt
Also mir gefällt diese Apotheken-Rundfahrt. Ich hatte aber auch Biochemie als Nebenfach... Für Chancengleichheit sorgt die jeweilige Detektionsgrenze, wer übertreibt und sich erwischen lässt ist raus! Der Rest ist ein durchaus spannender und interessanter Sport, denn ein Gespür für Taktik kann man nicht dopen. Und durchtrainiert muss man schon sein, wenn man da mithalten will. Ich würde die heutige Etappe nicht mal gedopt an einem Tag schaffen. Und die Etappe heute war spannend und selektiv, wieso sie "umstritten" sein soll, erschließt sich mit nicht. Mit Nibali liegt jemand vorne, dem ich den Sieg gönnen würde und dem Kittel wünsche ich den ein oder anderen Etappensieg. Mir gefällts!
c.w.n. 10.07.2014
4. gäääääääähn...
Zitat von 2befairAber sich freuen wenn Contador angreifen muss , ein überführter Dopingsünder ^^ Und egal was man sagt die Dopen immer noch alle , wie in jedem anderen Sport wo es um Geld geht.
Sonst noch was? totally boring.
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