Tour de France Kittel triumphiert im Fotofinish

Marcel Kittel ist der überragende Sprinter dieser Tour de France: Wie am Vortag setzte sich der Deutsche auch am Ende der siebten Etappe im Massensprint durch - mit hauchdünnem Vorsprung.
Kittel (in Blau) triumphiert vor Boasson Hagen (Mitte)

Kittel (in Blau) triumphiert vor Boasson Hagen (Mitte)

Foto: Peter Dejong/ AP

Sprintstar Marcel Kittel hat bei der 104. Tour de France die siebte Etappe gewonnen und damit schon seinen dritten Tagessieg gefeiert. Der 29-Jährige siegte nach 213,5 Kilometern von Troyes nach Nuits-Saint-Georges im Massensprint vor Edvald Boasson Hagen und Michael Matthews.

Für Kittel ist es der zwölfte Tour-Etappensieg seiner Karriere. Damit zog er mit dem deutschen Rekord-Etappensieger Erik Zabel gleich. Außerdem übernimmt er das Grüne Trikot vom Franzosen Arnaud Démare.

Das Gelbe Trikot verteidigte der Brite Chris Froome erfolgreich.

Foto der Zielankunft (Kittel unten)

Foto der Zielankunft (Kittel unten)

Foto: HANDOUT/ AFP

Erst nach minutenlanger Auswertung des Zielfotos stand sein erneuter Triumph fest. "Ich hatte keine Ahnung, ob ich gewonnen habe. Es war gerade so genug", sagte Kittel, der sich "sehr stolz" zeigte über die Einstellung des Zabel-Rekords.

Die ersten ganz schweren Bergprüfungen am Wochenende kann der Quick-Step-Profi nun relativ gelassen angehen. Das starke deutsche Gesamtergebnis rundeten John Degenkolb auf Platz fünf, Rüdiger Selig als Siebter, André Greipel auf Rang neun und Rick Zabel als Zwölfter ab.

Die Flachetappe hatte bis ins Finale das altbekannte Format. Eine Ausreißergruppe setzte sich ab, wurde aber unter Kontrolle gehalten. Wie in den Vortagen sparte Kittel dann auch Kräfte beim Zwischensprint. "Derzeit ist Kittel der Schnellste", sagte etwa der Norweger Alexander Kristoff aus dem Team Katjuscha-Alpecin: "Wir müssen uns etwas Besonderes einfallen lassen oder auf einen Fehler hoffen, um ihn zu schlagen." Auch Greipel stellte nüchtern fest: "Kittel und Démare sind sehr stark in diesem Jahr."

Am Samstag führt die Tour nun zur Station des Rousses im Jura, die Sonntagsetappe zwischen Nantua und Chambéry betrachten viele Experten bereits als die Königsetappe der 104. Tour. Sieben kategorisierte Anstiege liegen auf den 181,5 Kilometern, darunter drei der Sonderkategorie. Hier werden sich unter Froome und Co. die wahren Kräfteverhältnisse offenbaren.

luk/dpa/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.