Tour de France Matthews gewinnt zehnte Etappe

Premiere für Michael Matthews: Zum ersten Mal hat der Australier eine Etappe bei der Tour de France gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich im Schlussspurt gegen Weltmeister Peter Sagan durch.

Michael Matthews (l.), Peter Sagan (r.)
AP

Michael Matthews (l.), Peter Sagan (r.)


Eine starke Ausreißergruppe hat den Sprintern auf der zehnten Etappe der 103. Tour de France die Show gestohlen. Michael Matthews, der Schnellste von ursprünglich 15 Ausreißern, sicherte sich nach 197 Kilometern in Revel den Tagessieg. Der 25 Jahre alte Australier verwies Weltmeister Peter Sagan und den Norweger Edvald Boasson-Hagen auf die Plätze. Den Schlussspurt auf der Zielgeraden von Revel hatten sechs Fahrer in Angriff genommen.

Der Slowake Sagan, zum Auftakt der Tour drei Tage im Gelben Trikot, verpasste im Ziel seinen zweiten Etappenerfolg. Dafür übernahm der Tinkoff-Kapitän von Mark Cavendish wieder das Grüne Trikot. Der britische Vorjahressieger Chris Froome verteidigte im Gelben Trikot ohne Mühe seinen 16-Sekunden-Vorsprung vor seinem Landsmann Adam Yates. Das Fahrerfeld mit Froome an der Spitze passierte den Zielstrich 9:39 Minuten nach dem Tagessieger.

Die deutschen Top-Sprinter André Greipel (Lotto-Soudal) und Marcel Kittel (Etixx-Quick Step) spielten im Finale keine Rolle und erreichten mit 9:32 Minuten Rückstand zum Tagessieger das Ziel.

mon/dpa/sid



insgesamt 3 Beiträge
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M. Michaelis 13.07.2016
1.
Wen interessiert das schon. Es wird gedopt wie eh und je, die Kontrollen sind eine Farce und die Medien tun wieder so als sei nichts dergleichen. Ein Trauerspiel.
frenchhornplayer85 13.07.2016
2.
und das sagen sie hoffentlich aber auch bei anderen Sportarten. Kontrollen sind im Radsport besser als in jeder anderen Sportarten. Ich hoffe mal dass sie sich die EM nicht angeguckt haben, wenn sie so allergisch auf Doping reagieren. Kontrollen gibt es im Fußball nämlich im Vergleich zum Radsport fast gar nicht!
spon72 13.07.2016
3. Ich bin mittlerweile gelangweilt...
...von solchen Kommentaren hiesiger Fußball-Jünger, die immer noch glauben, dass Doping in ihrem Sport nix bringt. Nein, im Ernst, im Radsport gibt es seit Jahren die gründlichsten und besten Dopingkontrollen aller Sportarten. Es wird genauso im Training, in der Vorbereitung auf die Saison, wie im auch im Wettkampf kontrolliert und zwar allermeistens durch die unabhängige WADA, welche mit der UCI und der Societe zusammenarbeitet. Es gibt gleichermaßen Blut- und Urinproben, welche auf aktuelle Substanzen untersucht werden. Der einzige Makel ist aus meiner Sicht, dass seit einigen Jahren bei der Tour wieder der Veranstalter bei dieser Prozedur federführend ist, was natürlich keine hundertprozentige Transparenz zulässt. Daraus resultierender Betrug ist aber eher unwahrscheinlich, weil der Radsport seit Jahren am Pranger wie keine andere Disziplin steht und sich so etwas kaum leisten könnte. Dies alles ist ein Stadium, von dem der Fußball und andere immer noch von Großverbänden wegen ihres Prestiges gedeckten Sportarten noch meilenweit entfernt sind und wohl auch niemals erreichen werden.
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