Tour de France Quintana dominiert Alpenetappe im Alleingang

Den 2642 Meter hohen Col du Galibier erreichte Nairo Quintana als Erster, danach konnte ihm keiner folgen. Julian Alaphilippe hat sein Gelbes Trikot erneut souverän verteidigt.

Nairo Quintana (vorne) war mit über neun Minuten Rückstand aufs Gelbe Trikot ins Rennen gegangen
REUTERS/Christian Hartmann

Nairo Quintana (vorne) war mit über neun Minuten Rückstand aufs Gelbe Trikot ins Rennen gegangen


An Nairo Quintana war auf der 18. Etappe der Tour de France kein Vorbeikommen. Der Kolumbianer siegte auf der 208 Kilometer langen Hochgebirgsetappe durch die Alpen mit klarem Vorsprung auf Romain Bardet (+ 1:35 Minuten). Insgesamt machte der Radprofi vom Movistar-Team knapp sechs Minuten auf den Gesamtführenden Julian Alaphilippe gut, allerdings war Quintana mit 9:30 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot ins Rennen gegangen.

Alaphilippes Führung bei der diesjährigen Frankreichrundfahrt geriet erneut nicht in Gefahr. Verfolger Geraint Thomas von Ineos attackierte zwar kurz vor dem Gipfel des 2642 Meter hohen Col du Galibier, auf der anschließenden Abfahrt ins Ziel konnte sich der Titelverteidiger aber nicht absetzen. Am Ende verlor der Brite sogar seinen zweiten Platz im Gesamtranking an seinen Teamkollegen Egan Bernal, der aktuell 1:30 Minuten Rückstand auf den Führenden Alaphilippe hat. Thomas rangiert 1:35 Minuten hinter dem Franzosen.

Buchmann erneut stark, Kämna überrascht

Der deutsche Hoffnungsträger Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) kam zeitgleich mit Alaphilippe ins Ziel und hat als Sechster der Gesamtwertung 2:14 Minuten Rückstand. Eine starke Leistung zeigte Lennard Kämna vom Team Sunweb als Vierter des Tages; für den 22 Jahre alten Deutschen ist es die erste Tour-Teilnahme.

Am Freitag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) geht es mit der 19. Etappe weiter: Es wartet unter anderem der Col de l'Iseran, dessen Gipfel die Fahrer auf 2770 Metern erreichen. Das Ziel der 126,5 Kilometer langen Strecke ist Tignes, die Ankunft liegt auf 2068 Metern. Hier finden Sie weitere Informationen zur Tour:

Tony Martin war bei der Alpenetappe nicht mehr dabei. Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister vom Team Jumbo-Visma wurde nach einer Rangelei mit Luke Rowe von der Tour ausgeschlossen. Sein Team hatte sogar Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof Cas eingelegt - erfolglos. Auch Ineos-Helfer Rowe wurde nach der Aktion disqualifiziert. (Hier können Sie ein Interview mit Tony Martin zu seinem Ausschluss lesen).

jan



insgesamt 9 Beiträge
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Tavlaret 25.07.2019
1. Quintana?
Wenn Quintana morgen nicht in ein Loch fällt, könnte er vielleicht noch ganz vorn angreifen, am Berg ist er überragend. - Buchmanns Ziel. unter die ersten 10 zu kommen. ist absolut ok, vor ihm sind nur Bergfahrer, die ähnlich stark sind wie er, da gibt es nichts zu holen. Er fährt trotzdem eine tolle Tour!
Laemat 25.07.2019
2. souverän?!
Habe ich ein anderes Rennen gesehen? Alaphillip war 1km vor der Bergwertung schon Jenseits des roten Bereiches. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er bei der nächsten Bergankunft aus dem gelben Trikot gefahren. Schade drum
FakeBot 25.07.2019
3.
Alaphilippe fährt am Anschlag. Die Berge wird er leider nicht im Gelben Trikot überstehen. Wenn Quintana heute nicht überpaced hat, und danach sag es absolut nicht aus, dann holt sogar er ihn noch. Nach 9 Minuten Rückstand plötzlich wieder Chancen zu haben, löst vor allem auch psychologisch was aus.
mvp81 25.07.2019
4. Alaphillipe nicht abschreiben
Er fährt klar am Anschlag, aber insgesamt hat er heute nur 5 Sekunden verloren. Die Attacken von Bernal und Thomas kamen viel zu spät. In der Abfahrt war er (Alaphillipe) wieder da und ging sogar vorbei was psychologisch auch etwas auslösen kann. Es sind nur noch 2. Etappen, allerdings Bergankünfte. Die "Favoriten" müssen jetzt kommen, die hohen Temperaturen machen es aber nicht wirklich leichter.
Alex1960 25.07.2019
5. Nach 5-6 Etappen
steht der Sieger fest.Es war in den letzten Jahren nie anders. Ich schaue mir das schon lange nicht mehr an. Die Medien schreiben die Tour spannend wo nichts spannend ist.
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