99. Tour de France Sagan gewinnt erste Etappe

Erfolg für Peter Sagan: Der 22-Jährige setzte sich im Schlusssprint der ersten Etappe der Tour de France durch und feierte damit seinen ersten Sieg bei der Rundfahrt. Als Zweiter verteidigte Fabian Cancellara das Gelbe Trikot. Der Deutsche Tony Martin musste nach der Etappe ins Krankenhaus.

AP

Hamburg - Peter Sagan hat die erste Etappe der 99. Tour de France gewonnen. Der Slowake von Team Liquigas-Cannondale gewann im Schlussspurt im belgischen Seraing nach 4:58:19 Stunden vor Fabian Cancellara und Edvald Boasson Hagen. Für den 22-jährigen Sagan war es der erste Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt.

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Schweizer Cancellara, der nach seinem Sieg im Prolog am Samstag weiterhin sieben Sekunden Vorsprung auf Bradley Wiggins und Sylvain Chavanel hat.

Bester Deutscher im Gesamtklassement ist Andreas Klöden als Elfter mit 19 Sekunden Rückstand. In der Sprintwertung (Grünes Trikot) führt ebenfalls Cancellara (55 Punkte) vor Sagan (49) und Boasson Hagen (42). Das gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer übernahm Michael Mørkøv, der am Sonntag drei Punkte sammelte.

Auf dem 198 Kilometer langen Teilstück von Lüttich nach Seraing setzte sich eine sechsköpfige Gruppe bereits wenige Minuten nach dem Start ab. Zwischenzeitlich fuhren Yohann Gène, Pablo Urtasun, Maxime Bouet, Nicolas Edet, Anthony Delaplace und Mørkøv einen Vorsprung von 4:50 Minuten heraus. Rund neun Kilometer vor dem Ziel wurden die Ausreißer jedoch vom Peloton gestellt.

Martin erleidet Prellungen und Handgelenksverletzung

Im Schlussanstieg attackierte Cancellara knapp 1,5 Kilometer vor dem Ziel. Sagan folgte am Hinterrad des Radioshack-Fahrers, Boasson Hagen ging ebenfalls hinterher. Der Top-Favorit für die erste Etappe, Philippe Gilbert, verpasste den Anschluss und kam als Erster des Hauptfeldes ins Ziel.

Eine Schrecksekunde musste der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin überstehen. Der 27-Jährige stürzte zu Beginn der Etappe und musste behandelt werden. Laut Tour-Chefärztin Florence Pommerie erlitt der Profi vom Omega-Team einige Prellungen und eine Verletzung am Handgelenk. Martin konnte aber weiterfahren. Nach der Etappe wurde er umgehend mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.

Am Montag dürften die Sprint-Spezialisten bessere Chancen haben. Die zweite Etappe über 207,5 Kilometer von Visé nach Tournai führt nur über einen kleinen Berg der vierten Kategorie. Allerdings gibt es auf dem letzten Kilometer noch einen leichten Anstieg ins Ziel.

max/dpa/sid



insgesamt 406 Beiträge
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Seite 1
spon-facebook-10000298787 30.06.2012
1. Vorfreude
Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
hahewo 30.06.2012
2. Tour der Pharmazie
Diese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
Pollowitzer 30.06.2012
3. Zu einer Rummelveranstaltung verkommen
Dieser Sport ist leider schon lange nicht mehr ernst zu nehmen und er ist unglaubwürdig wie Rummelboxen - Wenn man sich das Alter einiger deutscher Teilnehmer ansieht dann geht automatisch die Dopingwarnlampe an - die pedalierenden Velogreise kommen doch ohne entsprechende Hilfsmittel weder über die Berge noch nach Paris. Die Aufmerksamkeit der Presse haben die nicht verdient - Ich glaube es wird garnichtmehr ernsthaft der Gebrauch von Doping kontrolliert - Brot und Spiele auf unterstem Niveau - leider!!!
Ostwestfale 30.06.2012
4. Zustimmung
Zitat von spon-facebook-10000298787Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
Ich freue mich auch, die drei Genannten zähle ich allerdings nicht zu den Favoriten, da diese Tour recht zeitfahrlastig ist und da sind Wiggins und Evans einfach zu stark, als dass ein Basso oder Sanchez das in den Bergen kompensieren könnte.Ich könnte mir deshalb sogar vorstellen, dass Klöden aufs Podium fährt. Wer die letzte Tour verfolgt hat, dem werden auch die tollen Entwicklungen nicht entgangen sein. Die Fahrer fahren endlich wieder wie "Menschen". Jeder Topfahrer hatte bei der letzten Tour einen schwachen Tag, was in einer dreiwöchigen Rundfahrt normal ist. Die Maximalwattzahlen, die die Fahrer in den Anstiegen treten sind stark zurückgegangen.Dass Jean-Christophe Peraud, Tourzehnter des vergangenen Jahres absolut sauber war gilt als ziemlich warscheinlich. Sein Blutbild war während der gesamten Tour öffentlich zugänglich und es gab keinerlei Auffälligkeiten.Aber so was ist natürlich keine Schlagzeile wert, denn Deutschland war noch nie ein Radsport-Land. Auch nicht zu Ullrichs Zeiten.Hier hat man sich noch nie für Details des interessiert. Völlig absurd finde ich, wenn in der Zusammenhang mit der Tour davon gesprochen sind, die Leistungen wören "übermenschlich" oder sonstwas. So nach dem Motto: Alles was ich nicht kann, kann auch kein Anderer. Da hat ein quasi nie im Training kontrollierter Usain Bolt nur 100 Meter läuft. Das kann ja jeder...
LuisCortez 30.06.2012
5.
Zitat von hahewoDiese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
So ist es. Sie haben die Situation erkannt. Ich als ehemaliger Roche Mitarbeiter kann bestätigen dass Roche um die 70 Mitarbeiter beschäftigt die sich um die besten Verträge und Logistik mit den "Sportlern" kümmert. Interessanterweise handelt es sich bei den Kunden nur um Radsportler. Was für ein Blödsinn!
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