Tour de France Sky vermutet Hackerangriff auf Froome

Ist der Tour-Führende Chris Froome Opfer einer Hackerattacke geworden? Zumindest sind vertrauliche Leistungsdaten des Briten im Internet aufgetaucht. Der Rennstall Sky hat juristische Schritte eingeleitet.

Tour-Spitzenreiter Froome: "Anwälte eingeschaltet"
DPA

Tour-Spitzenreiter Froome: "Anwälte eingeschaltet"


Tour-de-France-Favorit Chris Froome und sein Sky-Team sind offenbar Opfer eines Hackerangriffs geworden. "Wir glauben, dass jemand unsere Trainingsdaten gehackt hat und die Dateien von Froome besitzt. Wir haben Anwälte eingeschaltet", sagte Teamchef Dave Brailsford. Spekulationen darüber, wer hinter dem Angriff steckt, wollte Brailsford nicht anstellen. "Ich würde niemals Namen nennen, aber vom ethischen oder moralischen Standpunkt her sage ich: Wenn du jemanden des Dopings beschuldigst, dann betrüge nicht selbst."

In den sozialen Netzwerken sind offenbar Leistungsparameter aufgetaucht, die das Team streng unter Verschluss hält. Unter anderem ist ein Video von Froomes famosem Sieg 2013 auf dem Mont Ventoux zu sehen - unterlegt mit zahlreichen Leistungsdaten wie Herzrate, Trittfrequenz oder Geschwindigkeit.

Froome muss sich - wie eigentlich jeder Toursieger der vergangenen Jahre - mit Verdächtigungen auseinandersetzen. Brailsford kennt das aus der Vergangenheit. "Es ist doch Teil des Spiels. Fährt Chris stark, kommen die Fragen nach Doping." Statistisches Material veröffentlichen, um möglichen Anschuldigungen zuvorzukommen, will Sky aber nicht, weil "die Daten schnell falsch interpretiert werden", erklärte Brailsford.

Sein Schützling Froome wird deutlicher: "Ich sehe, wie einige Clowns die Werte analysieren und sagen: 'Du hast über zehn Minuten diese Leistung erbracht. Du musst dopen.' Das hilft uns nicht weiter und es zeichnet ein falsches Bild."

aha/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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PowlPoods 14.07.2015
1. Sky
wird wohl wissen, warum sie die Daten unter Verschluss halten. Damit niemand mitbekommt, das da kein Mensch auf dem Rad sitzt, sondern ein Mutant. Und zwar ein gefüllter.
taglöhner 14.07.2015
2.
Zitat von PowlPoodswird wohl wissen, warum sie die Daten unter Verschluss halten. Damit niemand mitbekommt, das da kein Mensch auf dem Rad sitzt, sondern ein Mutant. Und zwar ein gefüllter.
Soeben wieder bestätigt.
edurojo 14.07.2015
3. @PowlPoods
Haben Sie außer Vorverurteilungen und Anschuldigungen noch was anderes drauf?
jobie09 15.07.2015
4. Spekulationen...
sind erlaubt und machen vielleicht auch Spass. Aber hier Betrug zu unterstellen, ist keine Kleinigkeit. Immerhin hat sich die Szene rund um die Tour genau das in den letzten Jahrzehnten erarbeitet. Schade eigentlich, ist ein toller Sport und eine Riesenleistung, diese Strapazen durchzustehen. Die Bereitschaft zum Selbstbetrug des wohlwollenden Betrachters wurde allerdings zu sehr strapaziert.
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