Tour de France Streit zwischen T-Mobile und ARD

Vor kurzem wäre das Team T-Mobile noch stolz gewesen, die Tour de France zu präsentieren. Nach den jüngsten Doping-Enthüllungen sieht das aber ganz anders aus. Nun will das Bonner Unternehmen sogar einen Vertrag mit der ARD kündigen. Die Sendeanstalt ist damit gar nicht einverstanden.


Hamburg - T-Mobile hatte für etwa eine Million Euro das Recht erworben, bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt (7. bis 29. Juli) zu Beginn jeder Übertragung als Presenter zu erscheinen ("Die Tour de France wird Ihnen präsentiert von T-Mobile"). Nach Informationen des SPIEGEL will der Rennstall nun aber aus dem Vertrag aussteigen.

Team T-Mobile: Geld für den Kampf gegen Doping
DPA

Team T-Mobile: Geld für den Kampf gegen Doping

Nach den Doping-Enthüllungen ehemaliger Telekom-Profis fürchten die T-Mobile-Bosse weitere Skandale bei der diesjährigen Tour und wollen das Geld in den Kampf gegen Doping investieren. Ein Teil der Summe soll demnach der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (Nada) zukommen.

Die ARD beharrt jedoch auf dem Vertrag, weil die Stornofristen nicht eingehalten worden seien. Die ARD-Werbung bietet als Alternative an, dass T-Mobile für die knappe Million konventionelle Werbesports bucht.

T-Mobile lehnte dieses Angebot ab und erhält dabei sogar Unterstützung vom ARD-Vorsitzenden Fritz Raff, der den Auftrag gegeben hatte, einen Ausstieg aus der Vereinbarung zu prüfen.



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