Tour de France Mitfavorit Pinot steigt unter Tränen vom Rad

Mit seinem Etappensieg auf dem Col de Tourmalet hatte sich Thibaut Pinot in den Favoritenkreis der Tour gefahren. Der Franzose hatte gute Chancen auf den Gesamtsieg - und musste nun unter Schmerzen aufgeben.
Thibaut Pinot (l.) wird von William Bonnet getröstet

Thibaut Pinot (l.) wird von William Bonnet getröstet

Foto: Marco Bertorello AFP

Thibaut Pinot und die Tour de France - das bleibt keine Liebesbeziehung. 2014 landete der Franzose bei seiner Heimrundfahrt als bester Jungprofi auf dem dritten Platz und wurde als erster französischer Gesamtsieger seit Bernard Hinault 1985 gehandelt. Es folgte ein Jahr später der 16. Platz, seitdem hat der 29-Jährige das Ziel nicht mehr erreicht. Auch in diesem Jahr ist die Tour für Pinot nun vorbei, der Mitfavorit musste auf der 19. Etappe verletzt aussteigen.

Vor sechs Tagen hatte sich Pinot mit seinem Sieg auf dem Col du Tourmalet endgültig wieder in die Herzen der Franzosen gefahren, im Gesamtklassement lag er drei Tage vor der Ankunft in Paris mit einem Rückstand von 1:50 Minuten auf Landsmann Julian Alaphilippe auf dem fünften Platz. Auf dem Weg nach Tignes musste sich Pinot bereits früh am linken Oberschenkel behandeln lassen und gab schließlich 85 Kilometer vor dem Ziel unter Tränen auf, flankiert von seinem Teamkollegen William Bonnet.

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Sein Rennstall Groupama-FDJ teilte später auf Twitter mit, Pinot habe bereits am Donnerstag auf der ersten schweren Alpenetappe vom Embrun nach Valloire eine Muskelverletzung am linken Oberschenkel erlitten. Sein Zustand habe sich demnach nicht gebessert.

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Damit bleibt Pinot der große Pechvogel der Tour. Er hat in seiner Karriere noch nie das Gelbe Trikot getragen und musste bei seiner siebten Teilnahme bereits zum vierten Mal die Rundfahrt vorzeitig aufgeben. 2016 stoppte ihn eine Bronchitis, ein Jahr später stieg Pinot erneut krank aus. Besonders bitter war sein Aus beim Giro d'Italia 2018, als er zwei Etappen vor Schluss Gesamtdritter war, ehe ihn eine Lungenentzündung stoppte und er deshalb gar nicht bei der Tour antreten konnte.

krä/dpa