Tour de France Dumoulin gewinnt Königsetappe der Pyrenäen

Starker Regen, heftige Hagelschauer: Bei der Ankunft in den Pyrenäen hat das Wetter den Radprofis zu schaffen gemacht. Tom Dumoulin gewann, Christopher Froome behauptete seine Gesamtführung.

Tom Dumoulin
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Tom Dumoulin


Der niederländische Radprofi Tom Dumoulin hat bei der 103. Tour de France die Königsetappe der Pyrenäen gewonnen. Der 25-Jährige vom deutschen Team Giant-Alpecin setzte sich nach 184,5 Kilometern aus einer Fluchtgruppe heraus vor Rui Costa aus Portugal und dem Polen Rafal Majka durch. Für Dumoulin war es der erste Tour-Etappensieg. Auch für Giant-Alpecin war es der erste Tageserfolg bei dieser Frankreich-Rundfahrt.

In der Gesamtwertung verteidigte Top-Favorit Christopher Froome aus Großbritannien seinen Vorsprung. Einen Tag nach seinem beeindruckenden Etappensieg in Bagnères-de-Luchon kam der 31-Jährige an der Seite seines schärfsten Widersachers Nairo Quintana (Movistar) ins Ziel, machte allerdings zugleich keine weitere Zeit auf den Kolumbianer gut. Froome wird das Gelbe Trikot damit in Richtung der Alpen tragen. Konkurrent Alberto Contador hatte noch während der Etappe sein Tour-Aus verkündet.

Die Fahrt von Vielha Val d'Aran in Spanien zur Bergankunft in Andorra Arcalis war von spät einsetzenden heftigen Regen- und Hagelschauern geprägt.

Am Ruhetag am Montag können die Fahrer erstmals durchatmen. In Andorra stehen Massagen, lockere Ausfahrten, aber auch Medientermine auf dem Programm. Die zehnte Etappe führt am Dienstag über 197 Kilometer von Escaldes-Engordany/Andorra zurück nach Frankreich in den Zielort Revel.

mon/dpa/sid



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kraftvollgegenkalk 10.07.2016
1. Langeweile pur
Sicher eine hochrespektable Leistung von Dumoulin, aber extrem enttäuschend von den sogenannten Top-Fahrern. Auf 45 km Bergfinale holen die grade mal 1:25 min auf eine Fluchtgruppe auf, die 140 km lang unterwegs war ? Wie sagte jemand so schön über den Fußball von Atletico Madrid: da sehe ich doch lieber Farbe beim Trocknen zu. Ich machs wie Contador und verabschiede mich von dieser Tour der Leiden, der Leiden an ihrer eigenen Ödnis.
Le Commissaire 10.07.2016
2. verpulvern
Zitat von kraftvollgegenkalkSicher eine hochrespektable Leistung von Dumoulin, aber extrem enttäuschend von den sogenannten Top-Fahrern. Auf 45 km Bergfinale holen die grade mal 1:25 min auf eine Fluchtgruppe auf, die 140 km lang unterwegs war ? Wie sagte jemand so schön über den Fußball von Atletico Madrid: da sehe ich doch lieber Farbe beim Trocknen zu. Ich machs wie Contador und verabschiede mich von dieser Tour der Leiden, der Leiden an ihrer eigenen Ödnis.
Häh? Warum sollte die Gruppe um Gelb eine Fluchtgruppe einholen, von denen keiner eine Rolle im Gesamtklassement spielt? Froome hat gestern seinen Etappensieg gehabt und die Attacken seiner Gegner hat Sky ja pariert. Was soll man da seine Kraft verpulvern? Diese Spielchen mit unbedingt Fluchtgruppen einholen waren ja das Markenzeichen des Egomanen Armstrong, der damit Fahrern, die bei ihm in Ungnade gefallen waren, zeigen wollte, wer hier die Macht hat. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.
Rebierhcs 10.07.2016
3. #2
#1 meinte sicher das Grundtempo der "besten" Fahrer, die den schweren vorletzten Berg gleich schnell fuhr wie die Spitzengruppe...die haben sich schon einen recht ruhigen Tag gemacht. Wenn niemand was riskiert gewinnt Froome, weil er ist ja bereits vorne. Quintana hätte ja am vorletzten Berg wenigstens versuchen können wegzukommen (wenns da hart auf hart geht, explodieren auch Froomes Helfer...die fahren halt ihre Geschwindigkeit auf die sie optimal trainiert sind), oben warten dann seine zwei Teamkollegen und fahren ihn zum Schlussanstieg. Wenns nicht klappt wird halt wieder hinter Froome eingeordnet und gut ist...aber so gewinnt er wieder nicht und am Ende ist Froome "einer der größten Fahrer aller Zeiten".
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