Tour de France Zabel holt sich das Grüne Trikot zurück

Der deutsche Radprofi Erik Zabel hat auf dem dritten Teilstück der Tour de France seinen zweiten Etappensieg eingefahren und trägt nun wieder das Grüne Trikot.


Erik Zabel hat seine Lieblingsfarbe wieder
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Erik Zabel hat seine Lieblingsfarbe wieder

Seraing - Zabel gewann die dritte Etappe über 198,5 Kilometer von Antwerpen nach Seraing bei Lüttich im Massensprint nach 4:35:17 Stunden. Zweiter wurde der Franzose Emmanuel Magnien (Francaise des Jeux), als Dritter überquerte der Italiener Stefano Garzelli (Mapei) den Zielstrich.

Für den 31-jährigen Telekom-Fahrer war es der insgesamt zehnte Tageserfolg bei der Frankreich-Rundfahrt. Untypisch, dass Zabel den Spurt von der Spitze weg ins Ziel brachte. Dank dieses Erfolges fährt der gebürtige Berliner jetzt wieder im Grünen Trikot, das er vom Esten Jann Kirsipuu (AG2R) übernahm. Das Gelbe Trikot eroberte der Australier Stuart O'Grady (Team Credit Agricole) vom bisher Führenden Belgier Marc Wauters (Rabobank).

Voigt bleibt bester Deutscher

Im Gesamtklassement hat der siebtplatzierte Lance Armstrong weiterhin drei Sekunden Vorsprung auf den auf Rang neun liegenden Jan Ullrich (Telekom), zwischen die beiden Tourfavoriten schob sich am Dienstag Erik Zabel. Bester Deutscher in dieser Wertung bleibt Jens Voigt (Credit Agricole), der sich vom achten auf den vierten Platz verbessern konnte und sich insbesondere über den Gewinn des Maillot Jaune durch seinen Mannschaftskollegen Stuart O'Grady freute. Voigt fand aber auch lobende Worte für das Team Telekom: "Sie haben gut gearbeitet und den Etappensieg verdient."

Den Spurt für Zabel zogen einen Kilometer vor dem Ziel seine Mannschaftskameraden Alexander Winokurow und Jan Ullrich an. "Wir haben alle an einem Strang gezogen", lobte der Etappensieger die Teamleistung und erklärte den gerade errungenen Sieg als Erfüllung des Plansolls: "Schon im Vorfeld haben wir gesagt, dass dies die Etappe ist, wegen der ich zur Tour gekommen bin. Es ist ein wunderschöner Tag."

Gelassene Worte fand Telekom-Profi Winokurow zum Ausreißversuch des Tourfavoriten Lance Amstrong (US Postal) 25 Kilometer vor dem Ziel. "Das haben wir zur Kenntnis genommen, aber unser Team fühlte sich stark", erklärte der Kasache. Am Ende sei die abgesprochene Taktik aufgegangen, "wir sind wie ein Mann gefahren, alle sind happy."

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