Tour de Suisse Casar kontert auf der Ziellinie

Alexander Winokurow vom Team Telekom bleibt Spitzenreiter bei der Tour de Suisse. Der Kasachse konnte seinen Vorsprung nach dem vierten Tagesabschnitt sogar um sechs Sekunden auf den Italiener Francesco Casagrande ausbauen. Den Tagessieg holte sich der Franzose Sandy Casar, Jan Ullrich landete im Hauptfeld.

Losone - Das Team Telekom hat mit einem Kraftakt das Goldtrikot von Alexander Winokurow bei der Tour de Suisse verteidigt. Der Bonner Radrennstall drückte auf den letzten 30 Kilometern der vierten Etappe von Visp nach Lisone aufs Tempo und holte damit die beiden Ausreißer Sandy Casar (Frankreich) und Filippo Simeone (Italien) noch ein. Im Massensprint gab es für Casar doch noch ein Happyend, der FdJeux-Fahrer gewann vor Kim Kirchen (Luxemburg) und Stuart O'Grady (Australien).

Casar war zuvor lange Zeit auf der 168 Kilometer langen Etappe im imaginären Goldtrikot gefahren, denn vor der Etappe hatte er nur 2:33 Minuten hinter Winokurow gelegen. "Die Mannschaft hat heute erstklassig gearbeitet und ist hervorragend an die Ausreißer wieder herangefahren. Das hat Eindruck gemacht", lobte Telekom-Sportdirektor Mario Kummer sein Team. Winokurow holte sich den neunten Platz und liegt im Gesamtklassement weiter sechs Sekunden vor Francesco Casagrande (Italien).

Bianchi-Kapitän Jan Ullrich erreichte unterdessen mit dem Hauptfeld das Ziel. "Alles ist im grünen Bereich. Er hat zwar ein wenig Schnupfen, aber das ist kein Problem", meinte Rudy Pevenage als Sportlicher Leiter von Bianchi, das unterdessen auf der Suche nach einem Ullrich-Helfer für die Tour de France fündig geworden ist. Der 34-jährige Spanier Felix Garcia Casas wechselt vom zweitklassigen französischen BigMat-Rennstall zu Bianchi. "Wir hoffen, dass er vor allem auf den Bergetappen der Tour wertvoll für uns werden kann", erklärte Pevenage.

Casar und Simeoni hatten gemeinsam den Nufenenpass überquert und zwischenzeitlich knapp zehn Minuten Vorsprung herausgefahren. Der 2478-Meter-hohe Pass bei Kilometer 60 stellte allerdings die einzige Anstrengung des Tages dar. Danach ging es die nächsten 105 Kilometer überwiegend bergab.

Für den deutschen Zeitfahrmeister Michael Rich (Waldkirch) war dagegen die Tour de Suisse beim Anstieg zum Nufenenpass beendet. Der 33-Jährige stieg mit Kniebeschweren aus. "Er wollte seine erste Teilnahme an der Tour de France nicht gefährden", begründete Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer die Entscheidung seines Schützlings.

Das Team mit Sitz aus Herrenberg gab bereits am Freitag das Tour-Team bekannt. Neben Rich stehen Uwe Peschel (Scheidegg), Udo Bölts (Heltersberg), Olaf Pollack (Kolkwitz), Torsten Schmidt (Schwelm), der italienische Kapitän Davide Rebellin, die beiden Österreicher Rene Haselbacher und Georg Totschnig sowie der Schweizer Markus Zberg im Aufgebot.

Am Samstag sind bei den Fahrern wieder Kletter-Qualitäten gefragt. Auf dem 178 Kilometer langen Teilstück von Ascona nach La Punt sind der 2066 hoch gelegene San-Bernardino-Pass sowie kurz vor dem Ziel der Albula Pass (2315 Meter) zu bewältigen.

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