Tour de Suisse Spanier Gonzalez fängt Rogers noch ab

Jan Ullrich hat auf der Schlussetappe der Tour de Suisse Schwächen gezeigt. Der T-Mobile-Kapitän musste Aitor Gonzalez neben dem Tages- auch den Gesamtsieg überlassen und konnte seinen Vorjahreserfolg nicht wiederholen. Der Spanier hatte am letzten Berg auch den bislang führenden Michael Rogers stehen gelassen.


Gesamtsieger Gonzalez: Starke Schlussoffensive
AFP

Gesamtsieger Gonzalez: Starke Schlussoffensive

Ulrichen - Der Euskatel-Profi Gonzalez gewann die 100,4 Kilometer lange Königsetappe mit Start und Ziel in Ulrichen im Alleingang nach 3:03:52 Stunden mit 46 Sekunden Vorsprung vor dem Luxemburger Frank Schleck. Der Träger des Gelben Trikots, der Australier Michael Rogers, kam zeitgleich mit Schleck als Vierter an. Damit büßte er die Führung im Gesamtklassement noch ein. Ullrich erreichte mit 1:45 Minuten Rückstand das Ziel.

In der Gesamtwertung siegte Gonzalez mit 22 Sekunden Vorsprung vor Rogers und 1:36 Minuten vor Ullrich. Auch 1997, als Ullrich die Tour de France als erster Deutscher gewann, hatte er zuvor die Tour de Suisse auf dem dritten Platz beendet. "Jan Ullrich und Giuseppe Guerini haben bei der Tour eine gute Leistung gezeigt. Immerhin stand Jan wieder auf dem Podest. Aber es war zu sehen, dass noch einiges zu tun ist", sagte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer.

 Müder Jan Ullrich: "Gute Leistung gezeigt"
DPA

Müder Jan Ullrich: "Gute Leistung gezeigt"

Bei der Schlussoffensive von Gonzalez am 2431 Meter hohen Furka-Pass als letztem von drei Bergpreisen der höchsten Kategorie musste Ullrich abreißen lassen und verlor fast zwei Minuten auf den Vuelta-Sieger von 2002. Auch Rogers musste er ziehen lassen. Der Quickstep-Profi war im Gelben Trikot mit 20 Sekunden Vorsprung vor Ullrich angetreten.

Der Wechsel des zweifachen Zeitfahr-Weltmeisters aus Australien zum neuen Jahr ist derweil vom T-Mobile-Team bestätigt worden. Nun liebäugeln Matthias Kessler (Nürnberg) und Alexander Winokurow (Kasachstan) offensichtlich mit einem Weggang nach Saisonende. Der Dritte der Tour de France von 2003, Winokurow, hat ernsthafte Kontakte nach Frankreich, der 26-jährige Kessler zum Konkurrenten Gerolsteiner. "Aber es ist noch nichts spruchreif", sagte Gerolsteiner-Manager Hans-Michael Holczer heute.



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