Tour de Suisse Team Telekom kommt in Form

Obwohl sich Alexander Winokurow bei der sechsten Etappe im Sprint geschlagen geben musste, haben die Radfahrer vom Team Telekom über das Wochenende beweisen können, dass bei der Tour de France mit ihnen zu rechnen ist.


Zielankunft bei der 6. Etappe: Sergej Iwanow (l.) setzt sich gegen Alexander Winokurow durch
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Zielankunft bei der 6. Etappe: Sergej Iwanow (l.) setzt sich gegen Alexander Winokurow durch

Mendrisio - Telekom-Profi Alexander Winokurow hat seinen zweiten Etappensieg bei der 65. Tour de Suisse nur hauchdünn verpasst. Der Olympiazweite musste sich im Schlussspurt der sechsten Etappe auf dem Rundkurs in Mendrisio nur Russlands Meister Sergej Iwanow geschlagen geben.

24 Stunden vorher hatte Winokurow auf der "Königs-Etappe" die Fahrt ins Goldtrikot verpasst und dem Russen Dimitri Konischew den Tagessieg überlassen müssen. Während Konijschew das mit 220,6 Kilometern längste Teilstück von Wildhaus/Heerbrugg hinauf zum Gotthard-Pass nach 5:56:08 Stunden im Alleingang mit 1:57 Minuten Vorsprung vor Giro-Sieger Gilberto Simoni und dessen Landsmann Wladimir Belli gewann, hatte sich Winokurow nach seinem Etappensieg vom Freitag mit dem elften Platz begnügt. Der Kasache kam mit 3:20 Minuten Rückstand wie auch der frühere Weltranglistenerste Laurent Jalabert ins Ziel. 4:08 Minuten Rückstand hatte als 13. auf dem Gotthard Telekom-Profi Udo Bölts.

"Riesenleistung von Konischew"


Im Gesamtklassement führt Belli mit einer Sekunde Vorsprung vor Simoni und 25 vor Armstrong. Winokurow hat auf Platz sieben 1:09 Minuten Rückstand. "Konischew hat eine Riesenleistung gezeigt. Aber mit Rolf Aldag waren wir auch lange vorne vertreten. Außerdem liegen wir nach den beiden Etappensiegen von Winokurow und Zabel ohnehin schon weit vorn. Wir wollen aber angesichts der Tour de France nicht jeden Tag mit aller Macht in Richtung Gesamtsieg fahren. Das dürfte für Winokurow zu kraftraubend sein", erklärte Telekom-Pressesprecher Olaf Ludwig die vermeintliche Zurückhaltung seiner Schützlinge.

Starke Ausreißer


Wie schon bei der Fahrt zum Gotthard-Pass, auf der Aldag in einer siebenköpfigen Ausreißergruppe zeitweise über elf Minuten Vorsprung hatte, bestimmte auch am Sonntag eine Fluchtgruppe das Geschehen. Bei Temperaturen um 28 Grad Celsius hatte sich ein Quartett schon nach 22 Kilometer abgesetzt. Die letzten beiden Ausreißer wurden erst nach 140 Kilometer acht Kilometer vor dem Zeil gestellt.

Auf der siebten Etappe am Montag sind wieder die Kletterspezialisten gefordert. Von Locarno geht es über 156,6 nach Naters, wobei mit der Passage über den Nufen-Pass der letzte Bergpreis der höchsten Kategorie bei der diesjährigen Tour zu bewältigen ist.



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