100. Frankreichrundfahrt Kittel siegt in Paris - Froome gewinnt die Tour

Triumphfahrt nach Paris: Christopher Froome hat die 100. Frankreich-Rundfahrt gewonnen. Für den Briten war der letzte Abschnitt nur noch Formsache. Den Tagessieg auf den Champs-Elysées sicherte sich Marcel Kittel.

AP/dpa

Hamburg - Das Team Sky hat bei der 100. Ausgabe der Tour de France den zweiten britischen Sieg in Serie gefeiert. Nach Bradley Wiggins im Vorjahr fuhr Christopher Froome im Gelben Trikot nach Paris und sicherte sich dort den ersten Gesamtsieg seiner Karriere. Den prestigeträchtigen letzten 21. Abschnitt auf den Champs-Elysées gewann der deutsche Sprinter Marcel Kittel von Argos vor Lotto-Fahrer André Greipel. Mark Cavendish, der im vergangenen Jahr in Paris gewonnen hatte, wurde Dritter. ´

Auf der 133,5 Kilometer langen Schlussetappe wurde das "Maillot Jaune" wie üblich nicht mehr angegriffen. Froome kam mit dem Hauptfeld ins Ziel. Nach ihm belegt der Kolumbianer Nairo Quintana mit einem Rückstand von 5:03 Minuten den zweiten Platz. Den dritten Rang sicherte sich der Spanier Joaquim Rodríguez (+ 5:47 Minuten). Bester deutscher Profi wurde Andreas Klöden von Radioshack (+ 1 Stunde, 3:26 Minuten) mit Platz 30.

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100. Tour de France: Die große "Tortour" durch Frankreich

Kittel, der schon die erste Etappe und anschließend zwei weitere gewinnen konnte, ist mit vier Tageserfolgen erfolgreichster Fahrer bei dieser Rundfahrt. Zudem war es der sechste Etappensieg für die deutschen Radprofis. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 1977 eingestellt.

Froome hatte während der gesamten Rundfahrt kaum Schwächen gezeigt. Bei dem schweren Streckenprofil mit vielen Bergwertungen hatte der Radprofi den Grundstein für seinen Erfolg vor allem in den Alpen und Pyrenäen gelegt. Lediglich bei der schweren Bergankunft in L'Alpe d'Huez büßte er etwas Zeit ein, nachdem er an einem Hungerast gelitten haben soll.

joe



insgesamt 36 Beiträge
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piewa 21.07.2013
1.
Interessiert sich außer Pharmakonzernen wirklich noch jemand für Radsport?
Summermiller 21.07.2013
2. Müsste es nicht Hasse statt Hase heißen?
Immer diese ewige Motzerei. Selbstredend ist Doping ätzend, in jeder Sportart. Das der Radsport sich da so hervor tut finde ich traurig aber ich finde neue Generation an deutschen jungen Fahrern geil und gratuliere zur erbrachten Leistung. Der Vergleich der kommt ist ein bisschen krass aber verdeutlicht vielleicht das Dilemma. Ich habe persönlich nichts mit der Geschichte vor 45 zu tun, selbst mein Großvater nicht, habe mich in der Antifa engagiert und trotzdem werde ich als Deutscher mit Nazivorwürfen konfrontiert. Wenn Ignoranten nicht verstehen wollen das es Veränderung und Läuterung gibt ist es deren Idiotie und leider meine Ratlosigkeit bei so viel Verblendung.
Mannheimer011 21.07.2013
3. Doppelsieg
Wenigstens wird die Tour nicht nach Katar vergeben! Heute Deutscher Doppelsieg, dass hat sich Radsport Nation verdient.
MHB, 21.07.2013
4. Ich überlege gerade
Ob ihm Monate oder ein paar Jahre gebe, bis seine Dopingpraktiken ans Licht kommen. Naja egal, dann ist der Titel und evtl. folgende halt wieder weg, wie bei Armstrong. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich gönne ihm seinen Sieg, so er denn ohne "Hilfsmittel" zustande kam. Daran glaube ich aber nicht.
diggatwigga 21.07.2013
5. Nicht bei allen!
Also ich denke, wer die Etappe nach Alp d'Huez gesehen hat, hat gesehen, dass der Profi-Radsport doch noch ein Ansehen besitzt. Oder warum versammeln sich sonst über eine Millionen Fans an der Strecke? Ob Froome gedopt hat oder nicht sei mal dahingestellt, erstaunlich ist es auf jeden Fall wie er einen Contador oder Valverde immer stehen hat lassen am Berg. Ich schau auf jeden Fall die Tour sehr gerne an, die Strapazen sind mit oder ohne Doping eine Herausforderung. Bei der Tour ist das beim Doping immerhin noch besser als bei anderen Sportarten. Bei einem olympischen 100m Finale sind sicherlich auch 10% gedopt :D
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