Überführte Kugelstoßerin Trainer soll Ostaptschuk Dopingmittel ins Essen gemischt haben

Erst verdächtigte sie den früheren weißrussischen Cheftrainer, nun soll es der eigene Coach gewesen sein: Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk, die in London Olympia-Gold gewonnen hatte, wurden offenbar ohne ihr Wissen Dopingmittel verabreicht. Das sagt zumindest die weißrussische Anti-Doping-Agentur.
Kugelstoßerin Ostaptschuk: Doping im Essen

Kugelstoßerin Ostaptschuk: Doping im Essen

Foto: Diegi Azubel/ dpa

Hamburg - Die bei den Olympischen Sommerspielen des Dopings überführte Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk hat die Doping-Substanzen angeblich heimlich von ihrem Trainer ins Essen gemischt bekommen. So lautet zumindest die offizielle Erklärung, die die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) Weißrusslands bekanntgab. Alexander Jefimow habe seiner Athletin das Dopingmittel aus Angst um ein gutes Resultat bei den Sommerspielen verabreicht - und die Tat offenbar bereits gestanden.

Ostaptschuk soll nun lediglich für ein Jahr und Jefimow für vier Jahre gesperrt werden. Allerdings können sowohl der Leichtathletik-Weltverband IAAF als auch die Welt Anti-Doping Agentur (Wada) gegen dieses Urteil Einspruch erheben.

Die 31-Jährige hatte in London im Kugelstoßen triumphiert, der Olympiasieg wurde Ostaptschuk jedoch nach zwei positiven Proben auf das anabole Steroid Metenolon wieder aberkannt. Daraufhin bekam die Neuseeländerin Valerie Adams die Goldmedaille nachträglich zugesprochen.

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Ostaptschuk hatte unmittelbar nach der Aberkennung verkündet, gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen - und eine Verschwörung gewittert. Sie behauptete zunächst, dass der mittlerweile wegen Veruntreuung verhaftete frühere weißrussische Cheftrainer Anatolij Badujew hinter dem positiven Befund stecken würde.

psk/dpa
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