Traum vom WM-Kampf Brähmer boxt sich durch

Jürgen Brähmer hat auch seinen dritten Kampf nach der Entlassung aus dem Gefängnis gewonnen und darf weiter von einem WM-Fight träumen. Allerdings tat sich der Box-Profi gegen den Südafrikaner Andre Thysse schwer, musste sich am Ende sogar Pfiffe des Düsseldorfer Publikums gefallen lassen.


Düsseldorf - Brähmer gewann zwar den internationalen WBC-Titel im Supermittelgewicht einstimmig nach Punkten (117:112, 117:111, 117:111), musste aber über die volle Distanz von zwölf Runden gehen und entschuldigte sich dafür noch im Ring bei den enttäuschten Zuschauern. "Es tut mir Leid, ich hätte gerne mehr gezeigt und dem Publikum den versprochenen K.o.-Sieg beschert", sagte der 27-Jährige nach seinem 27. Profi-Sieg, "aber eine Schulterveletzung hat meine Schlagkraft ab der fünften Runde eingeschränkt."

Fotostrecke

6  Bilder
Boxen: Brähmers Comeback-Marathon

In der letzten Runde lief der Schweriner sogar Gefahr, von seinem zehn Jahre älteren Gegner ausgeknockt zu werden. "Die zwölfte Runde war Mist. Ich hoffe, dass ich den Zuschauern beim nächsten Mal wieder mehr zeigen kann." Brähmer träumt nun davon, noch in diesem Jahr einen WM-Kampf bestreiten zu können - entweder gegen WBC-Weltmeister Markus Beyer oder den walisischen WBO-Titelträger Joe Calzaghe.

Bis dahin muss sich Brähmer allerdings noch erheblich steigern, von einer WM-Reife war er noch weit entfernt. Das sah auch Promoter Klaus-Peter Kohl vom Universum-Boxstall so: "Da liegt noch sehr, sehr viel Arbeit vor uns."

mac/sid/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.