Trotz Kriegsausbruch In der Bundesliga soll gespielt werden

Trotz des Irak-Krieges wird am Wochenende in den Bundesligen Fußball gespielt. Die DFL sieht keinen Grund für eine Absage und hält sich an die Order der internationalen Verbände.


Hamburg - "Wir halten uns an die Vorgaben der internationalen Verbände, den Spielbetrieb wie geplant weiterzuführen", sagte der Sprecher der Deutschen Fußball-Liga, Tom Bender. Gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) halte man engen Kontakt zu den Sicherheitsstellen der Länder und des Bundes.

Derzeit lägen keine Erkenntnisse oder Hinweise auf geplante terroristische Anschläge in Deutschland vor, daher gebe es keine Veranlassung für eine Absage. "Zumal ein hoher Sicherheitsstandard in den Stadien gewährleistet ist", erklärte Bender. Dennoch wurden alle Vereine zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Alle Maßnahmen sollten in enger Absprache mit der Polizei und den sonstigen Sicherheitsbehörden erfolgen.

Der DFB gab die Empfehlung, besonders bei Spielen in der Regionalliga die Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit zu beachten. Dazu gehörten die Verschärfung der Sorgfalt der Ordnungs- und Sicherheitsdienste am Spieltag, das Durchsuchen der Stadien sowie aller Funktionsräume, die Kontrolle des Funktionspersonals und aller Lieferfahrzeuge, die Bewachung der Stadien am Tag und in der Nacht vor dem Spiel sowie Streifengänge des Ordnungspersonals entlang der Stadionzäune.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hatte bereits zum Wochenbeginn erklärt, dass der Spielbetrieb auch bei internationalen Wettbewerben aufrecht erhalten bleiben soll. Lediglich bei Sicherheitsbedenken sollen Veranstaltungen unter Umständen abgesagt werden. Damit sind auch die Ansetzungen der vier Uefa-Pokal-Rückspiele am Donnerstagabend trotz Kriegsbeginn nicht gefährdet gewesen.



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