Vor Armstrong-Interview UCI nimmt Anti-Doping-Hotline in Betrieb

Wenn Lance Armstrong nach vielen Jahren des Schweigens und Abstreitens Doping zugibt, werden andere Radfahrer nachziehen. Davon geht zumindest der Radsportweltverband UCI aus. Er hat deshalb eine Telefon-Hotline in Betrieb genommen, unter der sich Athleten vertraulich melden und beichten können.
Ex-Radstar Armstrong: Dopingbeichte im Fernsehen

Ex-Radstar Armstrong: Dopingbeichte im Fernsehen

Foto: MIKE HUTCHINGS/ REUTERS

Hamburg - Knapp zwei Tage nach der Dopingbeichte von Lance Armstrong in einer Interviewaufzeichnung mit der US-Talkmasterin Oprah Winfrey hat der Radsport-Weltverband UCI seine Anti-Doping-Hotline gestartet. Wie die UCI mitteilte, werden die Anrufe von einer außenstehenden Organisation betreut, um die absolute Vertraulichkeit der Gespräche zu garantieren. Die Hotline steht Fahrern, auch denjenigen die sich anonym zum Thema Doping äußern wollen, rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Weltverband hatte die Fahrer im November 2012 über die Einrichtung dieser Hotline informiert. Damit will die UCI seine Bemühungen im Anti-Doping-Kampf vorantreiben. "Die Anrufe werden aufgezeichnet und, abhängig von ihrem Inhalt, an Rechts-, Anti-Doping- und Medizinexperten weitergeleitet, die über die Art der Folgemaßnahmen entscheiden", hieß es in einem Statement.

Armstrong hatte in der Nacht zu Dienstag im Gespräch Winfrey angeblich die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen gestanden. Das Interview wird in zwei Teilen am Donnerstag und Freitag (jeweils 3 Uhr MEZ, Sky) ausgestrahlt.

psk/sid
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