UCI Tour-Proben sollen vernichtet werden


Lausanne - Die bei der diesjährigen Tour de France entnommenen Dopingproben sollen nun doch vernichtet werden. Das fordert der Präsident des Radsport-Weltverband (UCI), Hein Verbruggen. Dieser erklärte, er habe einen entsprechenden Brief an die französische Ministerin für Jugend und Sport, Marie-George Buffet, gerichtet. Vor zwei Wochen hatte das Direktorium des UCI mitgeteilt, man werde die Proben nicht vernichten. Das Ministerium soll Medienberichten zufolge ablehnend reagieren.

"Wir bleiben bei dem, was wir immer gesagt haben", erklärte Verbruggen. Wir glauben, dass die Proben vernichtet werden müssen, da die Ministerin selbst uns im Juli einen Brief geschrieben hat, in dem sie Zweifel äußert." Die Zweifel bestehen darin, dass man rechtliche Probleme befürchtet, wenn von überführten Sportlern behauptet werde, "falsche Lagerung" habe das Ergebnis der Proben beeinflusst.

Die Dopingproben sollten dazu dienen, Spuren der Modedroge Erythropoietin (Epo) nachzuweisen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die neuartigen Tests erstmals bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney durchgeführt. "Wir können die Proben nicht zwei oder drei Jahre aufheben, bis das Ministerium reagiert", meint Verbruggen. Die Namen der Fahrer, deren Proben eingefroren wurden, sind nur der UCI bekannt. Die Ampullen tragen als Kennzeichnung Zahlen.



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