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13. Juni 2012, 23:45 Uhr

Ex-Radprofi

Dopingwächter eröffnen neues Verfahren gegen Armstrong

Die amerikanische Anti-Doping-Agentur lässt im Fall Lance Armstrong nicht locker: Die Organisation erhebt eine neue Anklage gegen den früheren Radprofi und siebenmaligen Tour-de-France-Gewinner. Armstrong bezeichnet das als "Hexenjagd".

Washington - Die US-Anti-Doping-Agentur (Usada) klagt den früheren Radsportler und siebenmaligen Tour de France-Sieger Lance Armstrong wegen Blutdopings an. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen 15-seitigen Bericht der Usada. Dem Athleten droht damit womöglich der Ausschluss vom Ironman-Triathlon auf Hawaii.

Armstrong reagierte umgehend auf die Vorwürfe: In seinem Twitter-Profil bezeichnete er die Darstellung der Usada als "Hexenjagd" und versah den Tweet mit dem Zusatz "verfassungswidrig". In einer Stellungnahme des Sportlers heißt es, er habe nie gedopt und sei in mehr als 500 Tests während seiner Karriere niemals aufgefallen.

Laut Armstrong sind die Anschuldigungen gegen ihn dieselben, wie in dem Strafverfahren. Die "Washington Post" berichtete jedoch, es gebe neue Beweise, die in Blutproben aus dem Jahr 2009 und 2010 das Dopingmittel EPO nachweisen würden.

Armstrong womöglich für Ironman gesperrt

Auf der Internetseite des Sportlers fand sich am Abend weiterhin die Ankündigung, dass Armstrong am Ironman auf Hawaii teilnehmen werde. Zu Charity-Zwecken versteigert der Sportler die Möglichkeit, in seinem Team zu starten. Laut Washington Post soll Armstrong jedoch wegen der Doping-Vorwürfe von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

Doping ist in den USA keine Straftat. Ein Gerichtsverfahren wegen Betrugs und missbräuchlicher Verwendung von Steuergeldern gegen Mitglieder und Verantwortliche des Radsport-Teams war im Februar eingestellt worden.

Schon damals kündigte die Usada jedoch an, weiter gegen Armstrong zu ermitteln. "Anders als für die US-Staatsanwaltschaft ist der Job der Usada, den Sport sauber zu halten und nicht, Strafgesetze durchzusetzen", sagte Usada-Chef Travis Tygart. Die Dopingwächter könnten erwirken, dass Armstrong nicht mehr bei offiziellen Sportveranstaltungen starten kann und seine Titel aberkannt werden.

usp/Reuters/dapd

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