Ex-Radprofi Dopingwächter eröffnen neues Verfahren gegen Armstrong

Die amerikanische Anti-Doping-Agentur lässt im Fall Lance Armstrong nicht locker: Die Organisation erhebt eine neue Anklage gegen den früheren Radprofi und siebenmaligen Tour-de-France-Gewinner. Armstrong bezeichnet das als "Hexenjagd".

Unter Dopingverdacht: Der frühere Radprofi Lance Armstrong wurde nie positiv getestet
REUTERS

Unter Dopingverdacht: Der frühere Radprofi Lance Armstrong wurde nie positiv getestet


Washington - Die US-Anti-Doping-Agentur (Usada) klagt den früheren Radsportler und siebenmaligen Tour de France-Sieger Lance Armstrong wegen Blutdopings an. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen 15-seitigen Bericht der Usada. Dem Athleten droht damit womöglich der Ausschluss vom Ironman-Triathlon auf Hawaii.

Armstrong reagierte umgehend auf die Vorwürfe: In seinem Twitter-Profil bezeichnete er die Darstellung der Usada als "Hexenjagd" und versah den Tweet mit dem Zusatz "verfassungswidrig". In einer Stellungnahme des Sportlers heißt es, er habe nie gedopt und sei in mehr als 500 Tests während seiner Karriere niemals aufgefallen.

Laut Armstrong sind die Anschuldigungen gegen ihn dieselben, wie in dem Strafverfahren. Die "Washington Post" berichtete jedoch, es gebe neue Beweise, die in Blutproben aus dem Jahr 2009 und 2010 das Dopingmittel EPO nachweisen würden.

Armstrong womöglich für Ironman gesperrt

Auf der Internetseite des Sportlers fand sich am Abend weiterhin die Ankündigung, dass Armstrong am Ironman auf Hawaii teilnehmen werde. Zu Charity-Zwecken versteigert der Sportler die Möglichkeit, in seinem Team zu starten. Laut Washington Post soll Armstrong jedoch wegen der Doping-Vorwürfe von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

Doping ist in den USA keine Straftat. Ein Gerichtsverfahren wegen Betrugs und missbräuchlicher Verwendung von Steuergeldern gegen Mitglieder und Verantwortliche des Radsport-Teams war im Februar eingestellt worden.

Schon damals kündigte die Usada jedoch an, weiter gegen Armstrong zu ermitteln. "Anders als für die US-Staatsanwaltschaft ist der Job der Usada, den Sport sauber zu halten und nicht, Strafgesetze durchzusetzen", sagte Usada-Chef Travis Tygart. Die Dopingwächter könnten erwirken, dass Armstrong nicht mehr bei offiziellen Sportveranstaltungen starten kann und seine Titel aberkannt werden.

usp/Reuters/dapd



insgesamt 35 Beiträge
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sch3ll3r 13.06.2012
1. Endlich werden...
...die Machenschaften dieses Herrn mal genauer unter die Lupe genommen, warum soll es ihm besser gehen als Jan Ullrich, der schließlich auch niemanden betrogen hat...?
robertusk 14.06.2012
2.
Zitat von sysopGetty ImagesDie amerikanische Anti-Doping-Agentur lässt im Fall Lance Armstrong nicht locker: Die Organisation erhebt eine Doping-Anklage gegen den früheren Radprofi und siebenmaligen Tour de France-Gewinner. Armstrong bezeichnete die Anschuldigungen als "Hexenjagd". http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,838754,00.html
Hoffentlich geht's diesem Erzbetrüger mal an den Kragen. Es gibt wenige Menschen, die skrupelloser und betrügerischer sind als dieses A........
Steffmann40 14.06.2012
3. Doping und Armstrong ?
Niemals ! Nicht dieser Vorzeigeathlet, der den Krebs besiegt hat. Ok, da hat es A- und B-Proben gegeben, die ein anderes Ergebnis zeigten, aber das waren doch nur gezielte Angriffe, um Mr. Armstrong zu diskreditieren. Schliesslich sind ja alle Labormitarbeiter in den Labors der AFLD und der WADA von der Presse gekauft, weiss man doch...... Und überhaupt, das bisschen Fahrradfahren......wozu da Doping betreiben ? Da reicht doch Training, Training, Training........
suane 14.06.2012
4. Nachvollziehbar
immerhin entzieht er sich öffendlichen Erklärungen gegen Doping im Sport.
SP70 14.06.2012
5. Frechheit
Lance Armstrong ist genauso wenig ein Doper wie Jan Ullrich ;-)))))))
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