US Open 37-jährige Venus Williams steht im Halbfinale

Erfolg im hohen Tennis-Alter: Die US-Amerikanerin Venus Williams ist ins Halbfinale der US Open eingezogen - und träumt von ihrem dritten Titel in New York. Die Fans feierten die Lokalmatadorin frenetisch.

Venus Williams
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Venus Williams


Venus Williams steht erstmals seit sieben Jahren wieder im Halbfinale der US Open. Die 37-Jährige darf weiter von ihrem dritten Flushing-Meadows-Titel nach 2000 und 2001 träumen. Die an Position neun gesetzte US-Amerikanerin besiegte in einem packenden Viertelfinale die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Nr. 13) 6:3, 3:6, 7:6 (7:2).

Bei ihrem zweiten Matchball profitierte die ältere Williams-Schwester nach 2:34 Stunden vom insgesamt 45. unerzwungenen Fehler der Tschechin. "Ich habe jeden einzelnen Zuschauer gespürt. Es fühlt sich so gut an, wenn 23.000 Leute hinter einem stehen. Ich wollte sie nicht enttäuschen", sagte Williams.

Williams lag in allen drei Sätzen mit einem Break im Rückstand, kämpfte sich aber zurück. Sie ist mit 37 Jahren und 85 Tagen die viertälteste Spielerin in der Open Era (seit 1968), die das Halbfinale eines Grand-Slam-Events erreichte. Hier hält Billie Jean King aus den USA mit 39 Jahren und 223 Tagen (1983 in Wimbledon) den Rekord.

Die 27-jährige Kvitova hatte erst bei den French Open in Paris Ende Mai ihr Comeback auf der Tennis-Tour gefeiert. Nach der brutalen Messerattacke eines Einbrechers Ende des vergangenen Jahres musste die Wimbledonsiegerin von 2011 und 2014 monatelang pausieren.

Im Semifinale am Donnerstag trifft Williams, die 2008 in Wimbledon den vorerst letzten ihrer sieben Major-Titel geholt hatte, auf Sloane Stephens aus den USA. Die Bezwingerin von Julia Görges hatte sich in einem ebenfalls engen Viertelfinale 6:3, 3:6, 7:6 (4:7) gegen Anastasija Sevastova aus Lettland behauptet.

bka/sid/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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zaunreiter35 06.09.2017
1. Ein Hoch auf
Auntie Venus! Dazu muss man erst mal im Stande sein, mit 37 Jahren, in einem hochklassigen Match gegen Petra Kvitova zu bestehen. Die beiden haben sich nichts geschenkt in dem Spiel. Congratulations!
jean-baptiste-perrier 06.09.2017
2. Phänomenal!
Das war ein tolles Spiel (quasi die weibliche Antwort auf Del Potro vs Thiem). Vorallem erfreulich: Venus ist nicht die Luft ausgegangen (wie zuletzt im zweiten Satz im Wimbledon Finale gegen Muguruza). Sie hat auch nicht so viele Unforced Errors produziert wie sonst. Zuviele Unforced Errors waren ja fast immer bei ihr der Knackpunkt, gerade in den verlorenen Endspielen gegen Serena. Technisch kann sie alles was Serena kann. Bloß Serena war immer konstanter. Dafür sieht es bei Venus alles viel eleganter aus. Bei Serena wirkt es wie pure Kraftmeierei. Venus hat statt der Muskelberge ihre langen Beine. Ich hoffe Venus spielt so weiter, dann kann sie das Ding gewinnen.
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