U.S. Open Woodland verhindert Koepka-Triple, Norweger bricht Nicklaus-Rekord

Golfprofi Brooks Koepka hat den dritten Sieg in Folge bei den U.S. Open verpasst. Der Grund: Die Nervenstärke von Gary Woodland. Auch ein alter Rekord von Jack Nicklaus wurde gebrochen.

Gary Woodland
Ross Kinnaird / AFP

Gary Woodland


Golfprofi Gary Woodland hat mit einem Sieg bei den U.S. Open den ersten Major-Titel seiner Karriere errungen. Der 35-jährige US-Amerikaner spielte am Sonntag eine 69er-Runde auf dem Par-71-Kurs im kalifornischen Pebble Beach und sicherte sich mit insgesamt 271 Schlägen den Sieg beim dritten Major-Turnier des Jahres. Für den Triumph gab es ein Preisgeld von 2,25 Millionen Dollar.

Auf dem zweiten Platz landete Brooks Koepka, der in den vergangenen beiden Jahren den U.S.-Open-Titel gewonnen hatte. Der 29-Jährige beendete die 119. U.S. Open mit 274 Schlägen. Platz drei ging an ein Quartett aus Xander Schauffele und Chez Reavie (beide USA), Jon Rahm (Spanien) und Justin Rose (England), die alle auf jeweils 277 Schläge nach vier gespielten Runden kamen.

Woodland, der in den ersten 27 Major-Turnieren seiner Karriere nie unter die Top Ten gekommen war und diese Hürde erst im vergangenen Jahr mit Platz sechs beim PGA Championship nahm, behielt auf der Schlussrunde die Nerven und verhinderte, dass erstmals seit mehr als einem Jahrhundert ein Golfer drei U.S.-Open-Golfturniere hintereinander gewinnen konnte.

Brooks Koepka
Andrew Redington / AFP

Brooks Koepka

Hovland bricht Nicklaus-Rekord

Zuletzt war dies dem in Schottland geborenen Willie Anderson gelungen, der 1903, 1904, und 1905 gewinnen konnte. Anderson hatte zudem bereits 1901 einen U.S.-Open-Titel errungen. "Ich habe gehofft, dass ich Druck ausüben kann. Aber ich konnte nichts machen. Ich habe mein Bestes gegeben, aber manchmal soll es nicht sein", sagte Koepka.

"Ich bin froh, dass es vorbei ist", sagte Woodland nach seiner Runde. In seiner Karriere hatte er schon bei sieben PGA-Turnieren am Schlusstag in Führung gelegen - doch bis zu seinem Triumph hatte er diesen Vorsprung nie ins Ziel bringen können. "Ich habe nicht zugelassen, dass ich denke, dass das Turnier schon vorbei sei. Ich bin drin geblieben."

Ebenfalls Grund zur Freude hatte der Norweger Viktor Hovland. Er legte die beste Runde eines Amateurs in der Geschichte der U.S. Open hin und schnappte sich den Rekord von Jack Nicklaus, den dieser vor 59 Jahren aufgestellt hatte. Mit seinen 280 Schlägen war er vier besser als Nicklaus 1960 in Cherry Hills in Colorado.

Viktor Hovland
Warren Little / AFP

Viktor Hovland

Kaymer landet auf Platz 35

Nicklaus war damals Zweiter hinter Arnold Palmer geworden, Hovland reichte sein Rekordergebnis nur für Rang zwölf. Der 21-Jährige war dennoch zufrieden. "Es ist natürlich cool, so etwas zu schaffen. Ich hoffe, dass ich davon für meinen weiteren Weg als Profi profitieren kann." Seine Profikarriere beginnt am Donnerstag mit einem PGA-Turnier in Connecticut.

Der einzige deutsche Golfprofi im Feld, Martin Kaymer, belegte mit 285 Schlägen den geteilten 35. Platz bei dem mit 12,5 Millionen Dollar dotierten Turnier. Der 34-Jährige frühere U.S.-Open-Champion erreichte am Finaltag nach 70 Schlägen das Klubhaus.

bka/dpa/Reuters

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