Viertelfinale der US Open Wawrinka schaltet Titelverteidiger Murray aus

Er hat in Wimbledon gewonnen und wollte seinen US-Open-Titel verteidigen - doch daraus wurde nichts. Andy Murray scheiterte im Viertelfinale mit einer schwachen Leistung an Stanislas Wawrinka. Der Schweizer trifft nun auf Novak Djokovic. Eine große Überraschung gab es auch im Doppel-Wettbewerb.
Stanislas Wawrinka (l.) und Andy Murray: "Es fühlt sich toll an"

Stanislas Wawrinka (l.) und Andy Murray: "Es fühlt sich toll an"

Foto: CLIVE BRUNSKILL/ AFP

Hamburg - Titelverteidiger Andy Murray ist bei den US Open in New York im Viertelfinale ausgeschieden. Der 26 Jahre alte Tennisprofi musste sich nach einer enttäuschenden Vorstellung dem Schweizer Stanislas Wawrinka 4:6, 3:6, 2:6 geschlagen geben. Der an Nummer neun gesetzte Wawrinka steht zum ersten Mal im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

"Es fühlt sich toll an, besonders nach diesem Match gegen den Titelverteidiger. Ihn in drei Sätzen zu schlagen, ist großartig", sagte Wawrinka noch auf dem Platz. "Er hat ein sehr gutes Match gespielt," räumte Murray ein. Wawrinka ist erst der dritte Schweizer nach Roger Federer und Marc Rosset im Halbfinale eines Grand Slams. Federer war schon im Achtelfinale am Spanier Tommy Robredo gescheitert.

Der 28-jährige Wawrinka trifft nun am Samstag auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic. Der Serbe hatte seine Viertelfinalpartie am späten Donnerstagabend gegen Michail Juschni aus Russland 6:3, 6:2, 3:6, 6:0 gewonnen. "Ich habe bis auf den dritten Satz sehr gut gespielt. Die Atmosphäre bei den Night-Matches ist immer elektrisierend. Dieses Turnier ist etwas Besonderes", sagte der 26-Jährige.

Bryan-Brüder scheiden im Halbfinale aus

Wawrinka hatte zuvor gegen den Vorjahressieger Murray eine überzeugende Leistung gezeigt. Nach 57 Minuten nutzte er seinen sechsten Satzball und entschied Durchgang eins 6:4 für sich. Murray wirkte unkonzentriert und leistete sich insgesamt 30 unerzwungene Fehler.

Nur 41 Minuten dauerte der zweite Satz - und im Gegensatz zu früheren Partien wirkte Murray nie so, als würde er dieses Match noch drehen können. Wawrinka spielte wie entfesselt. Während Murray immer wieder mit sich haderte und schimpfte, blieb der 1,83 Meter große Profi aus Lausanne cool und abgeklärt. Nach 2:15 Stunden nutzte er seinen ersten Matchball, als Murray einen Return ins Netz schlug.

Eine große Überraschung gab es auch im Doppel-Wettbewerb: Die US-Zwillinge Bob und Mike Bryan, eigentlich Top-Favoriten auf den Titel, sind bereits im Halbfinale ausgeschieden. Die 35-Jährigen mussten sich am Donnerstag dem indisch-tschechischen Duo Leander Paes/Radek Stepanek 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Damit verpassten die Bryan-Brüder die Chance auf alle vier Grand-Slam-Titel in einem Jahr. Bei den Australian Open, den French Open und in Wimbledon hatten sie noch triumphiert.

bka/cai/dpa