Jamaikas Sieg Staffel-Gold - Bolt ist erfolgreichster Athlet der WM-Geschichte

Usain Bolt hat bei der Leichtathletik-WM in Moskau erneut triumphiert. Mit der jamaikanischen 4x100-Meter-Staffel feierte er seinen insgesamt achten Titel bei einer Weltmeisterschaft. Damit hat Bolt den Rekord von Carl Lewis übertroffen.
Sprint-Superstar Bolt: Drittes Gold in Moskau, achtes WM-Gold insgesamt

Sprint-Superstar Bolt: Drittes Gold in Moskau, achtes WM-Gold insgesamt

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Hamburg - Usain Bolt ist bei der Leichtathletik-WM in Moskau nicht zu stoppen. Der Schlussläufer der jamaikanischen 4x100-Meter-Staffel setzte sich von allen Konkurrenten ab und führte das Team mit Nesta Carter, Kemar Bailey-Cole und Nickel Ashmeade zum Sieg in 37,36 Sekunden. Zweiter wurden die USA (37,66 Sekunden) vor Kanada (37,92). Die deutsche Staffel mit Lucas Jakubzcyk, Sven Knipphals, Julian Reus und Martin Keller belegte nach der Disqualifikation Großbritanniens, das eigentlich Dritter geworden war, Platz vier (38,04).

Mit seinem insgesamt achten Titel bei Weltmeisterschaften - dazu kommen zwei zweite Plätze - übertrumpfte Bolt den US-Amerikaner Carl Lewis (8 Gold, 1 Silber, 1 Bronze) als erfolgreichster Leichtathlet der WM-Geschichte. In Moskau hatte Bolt bereits über 100 Meter und 200 Meter gewonnen. Der Weltrekordler feierte zudem sein viertes Gold-Triple bei internationalen Meisterschaften nach der WM 2009 und den Olympischen Sommerspielen 2008 und 2012.

Bolt kostete seinen Triumphzug nach dem Staffelfnale beinahe in epischer Länge aus, erstmals bei dieser WM nahm sich der schnellste Mann der Welt Zeit zum Feiern. Nach eigenen Angaben zählt er die Medaillen aber gar nicht mehr: "Ich wollte immer nur eine Legende werden. Aber das habe ich schon in London geschafft."

Ambitionierte Pläne für die Zukunft hat er dennoch, die Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro sind das große Ziel. "Dort will ich mein Triple noch einmal wiederholen. Das hat noch niemand geschafft", sagte Bolt. Auch nicht Carl Lewis, dessen neun olympische Goldmedaillen nun Bolts Ansporn sind.

Auch bei den Frauen triumphierte Jamaika. Die Staffel mit Schlussläuferin Shelly-Ann Fraser-Pryce gewann in WM-Rekordzeit von 41,29 Sekunden vor Frankreich (42,73) und Titelverteidiger USA (42,75). Für Fraser-Pryce war es bereits der dritte Titel bei der WM in Moskau. Das deutsche Team mit Yasmin Kwadwo, Inna Weit, Tatjana Pinto und Verena Sailer lief in 42,90 Sekunden auf Rang fünf. Aufregung hatte es nach dem Halbfinale gegeben, weil die deutschen Frauen nach dem Lauf ohne Angabe von Gründen zunächst disqualifiziert wurden. Die Entscheidung wurde dann aber wieder zurückgenommen.

max/dpa/sid
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