Leichtathletik-WM Bolt und Gatlin locker, Dibaba auch

Das Duell zwischen Usain Bolt und Justin Gatlin geht weiter: Beide Rivalen haben die Vorläufe über 200 Meter bei der Leichtathletik-WM locker überstanden. Genzebe Dibaba wurde über 1500 Meter ihrer Favoritenrolle gerecht.

Sprint-Superstar Bolt: Wie immer zu Späßen aufgelegt
AP/dpa

Sprint-Superstar Bolt: Wie immer zu Späßen aufgelegt


Rekordweltmeister Usain Bolt ist 48 Stunden nach seinem Triumph über über 100 Meter bei der Leichtathletik-WM in Peking mühelos ins 200-Meter-Halbfinale marschiert. Der 29-Jährige lief im Vogelnest als Sieger seines Vorlaufs ganz locker 20,28 Sekunden.

Bolt kann in Peking zum vierten Mal in Serie Weltmeister über 200 Meter werden. Das Halbfinale steht am Mittwoch (14.30 Uhr ZDF), das Finale am Donnerstag (14.55 Uhr ARD, jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE) an.

Der deutsche Meister Julian Reus, der direkt neben Bolt lief, schied als Vierter des Rennens in 20,51 Sekunden aus. Reus' Vereinskollege Robin Erewa verabschiedete sich in 20,67 Sekunden, in einem weiteren Vorlauf wurde er ebenfalls als Vierter.

Bolts großer Rivale Justin Gatlin (USA), der über 100 Meter um eine Hundertstel geschlagen wurde, gewann seinen Vorlauf problemlos in 20,19 Sekunden. Schnellster war überraschend der Türke Ramil Guliyev mit Landesrekord von 20,01 Sekunden.

Kenianer triumphiert über 400 Meter Hürden

Weltmeister über 400 Meter Hürden wurde überraschend der Kenianer Nicholas Bett. Der neue Titelträger schlug in 47,79 Sekunden den Russen Denis Kudryawzew und Jeffery Gibson aus Jamaika.

Die USA gingen leer aus, der Olympiazweite Michael Tinsley wurde nur Letzter. Die Amerikaner haben seit dem WM-Gold durch Kerron Clement 2009 keinen großen Titel in ihrer einstigen Domäne geholt. Schon im Vorlauf waren Titelverteidiger Jehue Gordon (Trinidad und Tobago) und der Jahresweltbeste Bershawn Jackson (USA) ausgeschieden.

Weltrekordlerin Genzebe Dibaba aus Äthiopien ist zum Gold über 1500 Meter gelaufen. Die 24-Jährige setzte sich in 4:08,09 Minuten vor der Kenianerin Faith Kipyegon (4:08,96) und der in Äthiopien geborenen Niederländerin Sifan Hassan (4:09,34) durch. Für Dibaba war es der erste große Freiluft-Titel. Dibaba hatte im Juli den 22 Jahre alten Weltrekord auf 3:50,07 Minuten gedrückt.

Den Weitsprung entschied Olympiasieger Greg Rutherford deutlich für sich. Der Brite sprang 8,41 Meter und verwies den Australier Fabrice Lapierre (8,24 Meter) und den Chinesen Wang Jianan (8,18 Meter) auf die Plätze.

Auch über 800 Meter gab es einen Favoritensieg: David Rudisha aus Kenia siegte in 1:45,84 Minuten von der Spitze weg vor dem starken Polen Adam Kszczot und Amel Tuka aus Bosnien-Herzegowina.

aha/sid



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