Sprint-Weltrekordler Bolt will 200 Meter unter 19 Sekunden laufen

Weltrekordler Usain Bolt glaubt nicht an die Ewigkeit seiner Bestzeiten über 100 und 200 Meter. Der Jamaikaner träumt davon, über die längere Sprintdistanz eine neue Fabelzeit aufzustellen. Einem Disziplinwechsel erteilt er eine Absage.

Weltrekordler Bolt: 19-Sekunden-Marke knacken
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Weltrekordler Bolt: 19-Sekunden-Marke knacken


Hamburg - Usain Bolt ist davon überzeugt, dass seine Weltrekorde über 100 Meter (9,58 Sekunden) und 200 Meter (19,19) eines Tages unterboten werden. "Weltrekorde sind immer dazu da, um gebrochen zu werden", sagte der Jamaikaner in einem Interview mit dem "General-Anzeiger Bonn": "Ich bin sicher, dass die Zeiten über 100 und 200 Meter weiter verbessert werden." Er selbst wäre gerne "der erste Mensch, der 200 Meter unter 19 Sekunden läuft. Das wäre ein Maß, das für die nächste Generation sehr schwer zu unterbieten ist".

Der 28-Jährige will den Kurzdistanzen in der Leichtathletik treu bleiben und schließt einen Start über 400 Meter oder im Weitsprung aus. "Ich bleibe für den Rest meiner Karriere bei den 100 und 200 Metern", sagte Bolt, der die vergangene Saison frühzeitig beendet hatte. Über den Weitsprung habe er "vor ein paar Jahren" nachgedacht, aber "mein Trainer meinte, das Verletzungsrisiko sei zu hoch. Deshalb entschieden wir uns, es nicht zu versuchen".

Für die Tatsache, dass Jamaika in den vergangenen Jahren eine Fülle von Weltklassesprintern hervorgebracht hat, nannte Bolt drei wesentliche Gründe: Zum einen seien Jamaikaner "mit Naturtalent geboren". Zudem gebe es in seiner Heimat "ein hervorragendes Talentsichtungssystem in den Schulen". Und abschließend kämen "hervorragende Sprinttrainer, die junge Talente zu Weltklasseathleten entwickeln", hinzu.

krä/sid



insgesamt 6 Beiträge
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axelmueller1976 31.12.2014
1. Traumzeit von 19,0 ist möglich mit dem richtigen Arzt
Als Sportfan schaue ich mir bereits Radrennen und Biathlon nicht mehr an. Nach den Nachtrichten aus Russland über die Leichtathletik werde ich in Zukunft auch diese Sportart meiden. Es stellt sich aber die Frage was man noch schauen soll.
tangram 31.12.2014
2. was man noch schauen soll ?
Schach?! Darts?! Wettervorhersage!
usfriend 31.12.2014
3. Am ENDE sind sogar die Schachspieler gedopt...
... da es aber so gut wie alle Medaillengewinner machen, ist es doch schon wieder fair ;)
Flying Rain 31.12.2014
4.
Ist es technisch oder politisch nicht möglich nach jedem Start Blut abzunehmen und zu analysieren?
walter_e._kurtz 31.12.2014
5. Bringt nicht viel
Zitat von Flying RainIst es technisch oder politisch nicht möglich nach jedem Start Blut abzunehmen und zu analysieren?
Wenn der Athlet kein Vollpfosten ist, schmeißt er sich nichts ein, was direktamente im Wettkampf etwas bringt, bzw. danach nachweisbar ist. Kontrollen für die Leute auf dem Treppchen sind m.W. standard. Das heutige Doping findet während der Trainings-/Aufbauphasen statt. Dort bauen die Athleten einen Trainings-/Leistungsvorsprung auf, den sie dann im Wettkampf (mit wieder sauberen Werten) abrufen können. Und da auf Jamaika die Trainingskontrollen nachweislich sehr lax gehandhabt werden, gibt es aus diesem winz-Staat überproportional viele erfolgreiche Spitzensportler ;-)
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