Versöhnung Attackierte Schwimmerin verzeiht ihrem Vater

Der Familienstreit am Beckenrand ist beigelegt. Michail Subkow, Vater und Trainer von Katerina Subkowa, gelobte Besserung, nachdem er gegen seine Tochter handgreiflich geworden war. Die Schwimmerin fand rührende Worte und gab private Hintergründe zu dem Disput preis.


Melbourne - "Es ist auch mein Fehler. Ich habe ihm nicht gehorcht und er hat sich aufgeregt", sagte Subkowa. Der Vater und Trainer der ukrainischen Schwimmerin, Michail Subkow, hatte seine Tochter am Dienstag während der Weltmeisterschaften in Melbourne heftig attackiert. Der australische Fernsehsender "Channel 9" hatte den Streit im Wartebereich der Rod-Laver-Arena festgehalten. Nach dem Vorfall war ihm die WM-Akkreditierung entzogen worden. "Ich brauche ihn als Vater und als Trainer", sagte Subkowa nach einer gerichtlichen Anhörung.

Bei dem Disput habe es sich nicht um Teile einer "bizarren Trainingsmethode" gehandelt, sagte Subkows Rechtsbeistand. Zu den Streitereien sei es aus privaten Gründen gekommen. Subkow sei ein guter Vater und ein guter Trainer. Vater und Tochter verließen das Gericht zusammen, das Kontaktverbot zwischen ihnen wurde aufgehoben. Subkow erklärte, dass er sich nicht noch einmal derartig benehmen wolle.

Seine Tochter gab nach der Versöhnung weitere Hintergründe über den Auslöser des Handgemenges bekannt. Ihr Vater sei erbost darüber gewesen, dass sie entgegen seines Wunsches weiterhin ihren Freund gesehen habe.

"Er würde mir nie wehtun. Er ist ein wunderbarer Vater. Er liebt mich sehr und sorgt sich sehr um mich. Ich möchte einfach, dass er zurückkommt und wir miteinander sprechen können", sagte Subkowa. "Es ist einfach ein Vater-Tochter-Problem, das nichts mit ihm als Trainer oder mit dem Schwimmen zu tun hat", so Subkowa, die nach dem Vorfall ihren Vorlauf über 50 Meter Rücken unter Polizeischutz bestritt und nach 29,37 Sekunden als 18. ausschied.

guv/Reuters/dpa



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