Verurteilung wegen Meineid Sprinter Kenteris und Thanou schuldig gesprochen

Ein vorgetäuschter Motorradunfall und seine Folgen: Beinahe sieben Jahre nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurden die griechischen Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou verurteilt. Durch die Inszenierung wollten sich die beiden einer anstehenden Dopingkontrolle entziehen.
Sprinterin Thanou: Strafe zur Bewährung ausgesetzt

Sprinterin Thanou: Strafe zur Bewährung ausgesetzt

Foto: STR/ REUTERS

Hamburg - Die ehemaligen griechischen Weltklasse-Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou sind von einem Gericht in Athen des Meineids für schuldig befunden und zu jeweils 31 Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Ihr damaliger Trainer Christos Tzekos bekam 33 Monate auf Bewährung.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kenteris und Thanou am Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele im August 2004 in Athen einen Motorradunfall vorgetäuscht hatten, um sich einer anstehenden Dopingkontrolle zu entziehen.

Bei der Polizei war seinerzeit jedoch keine Unfallmeldung eingegangen, es meldeten sich auch keine Zeugen. Die beiden Sprinter, die nach dem Zwischenfall nicht bei Olympia antraten, gehörten in Athen zum engsten Favoritenkreis.

Kenteris hatte bei den Spielen 2000 in Sydney Gold über 200 Meter gewonnen, war 2001 Weltmeister und 2002 Europameister. Thanou war in Sydney über 100 Meter Zweite hinter der überführten Dopingsünderin Marion Jones (USA) und gewann 2002 den EM-Titel.

jar/sid