Gesperrter Volleyballer Collin "Ich habe nicht gedopt, ich bin nur verpeilt"

Drei Dopingkontrollen hat Volleyball-Nationalspieler Philipp Collin versäumt. Deswegen ist er nun für ein Jahr gesperrt worden. Der 24-Jährige sieht seinen Fehler ein und liefert eine kuriose Begründung.
Volleyballer Collin (l.): "Ich habe nicht gedopt, ich bin nur verpeilt"

Volleyballer Collin (l.): "Ich habe nicht gedopt, ich bin nur verpeilt"

Foto: imago

Hamburg - Der bislang vorläufig suspendierte Volleyball-Nationalspieler Philipp Collin ist für ein Jahr gesperrt worden, weil er drei Dopingkontrollen versäumt hat. Das gab der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) bekannt. Das am Wochenende gefällte Urteil ist rückwirkend auf den 20. August datiert.

"Er hat es geschickt bekommen, per E-Mail sowie per Einschreiben mit Rückschein", sagte DVV-Generalsekretär Jörg Ziegler. Quittiert der 24 Jahre alte Collin den Empfang, wird das Urteil rechtskräftig. Eine Begründung für das Strafmaß gab der DVV nicht. Die Nationale Doping-Agentur (Nada) kann noch Einspruch gegen das Urteil einlegen.

"Ein Jahr Sperre ist immerhin besser als zwei Jahre. Damit kann ich irgendwie umgehen", sagte der in Frankreich bei Tours VB unter Vertrag stehende Collin dem "Volleyball-Magazin" und lieferte die Erklärung für die versäumten Tests gleich mit: "Ich habe nicht gedopt, ich bin nur verpeilt."

Collin ist der zweite prominente deutsche Sportler, gegen den aus dem gleichen Grund ein Disziplinarverfahren eröffnet worden war. Betroffen war auch Handball-Nationalspieler Michael Kraus, Weltmeister von 2007, von Frisch Auf Göppingen. Kraus wurde Ende August überraschend freigesprochen. Die Nada geht gegen dieses Urteil vor.

buc/sid
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.