Volvo Ocean Race Puma Team gibt Etappe nach Mastbruch auf

Dem Puma Team ist beim Volvo Ocean Race auf der ersten Etappe der Mast gebrochen. Die Segler mussten etwa 2000 Meilen vor dem Ziel aufgeben. Es ist bereits der dritte Ausfall bei dem Rennen, das nun Probleme bekommt.

Puma Team: "Die traurigsten Menschen der Welt"
AFP/ Puma Ocean Racing/ Volvo Ocean Race/ Amory Ross

Puma Team: "Die traurigsten Menschen der Welt"


Etwa 2000 Meilen vor dem Ziel der ersten Etappe beim Volco Ocean Race in Kapstadt ist der Mast des Puma Teams gebrochen, die Mannschaft musste das Rennen aufgegeben. Bei etwa 23 Knoten Wind und zweieinhalb Meter hohen Wellen ging der Mast auf einem Steuerbord-Reach-Kurs ohne Vorwarnung zu Bruch.

Die Crew ist wohlauf, alle Teile und Segel konnten geborgen werden. In einer spontanen Reaktion nach dem Schaden wollte das Puma Team die Etappe noch nicht aufgegeben. "Wir haben unsere Maschine nicht benutzt und nehmen uns jetzt die Zeit, die Köpfe freizubekommen und die Optionen abzuwägen", sagte Skipper Ken Read in einer ersten Stellungnahme.

Mitsegler Casey Smith sei ins Wasser gesprungen, um die kostbaren Segel vom Mast freizuschneiden. "Er hat mich nicht gefragt, weil er wusste, dass er meine Erlaubnis nicht bekommen hätte", sagt Read. Da die Anzahl der Segel für das gesamte Rennen limitiert ist, kann sich keine Crew leisten, wichtige Tücher zu verlieren.

Puma hatte bei der Wendemarke Fernando de Noronha die Führung übernommen und bis vor drei Tagen gehalten, dann aber im direkten Zweikampf mit Telefónica überraschend 50 Meilen verloren. In den vergangenen Tagen hatte Ken Read mit dem Deutschen Michael Müller an Bord aber mächtig Druck gemacht und war auf direktem Kurs wieder bis auf 13 Meilen an die Spanier herangekommen.

Nächster Rückschlag für das Rennen

Mit dem dritten Ausfall innerhalb von elf Tagen ist das Volvo Ocean Race schwer unter Druck geraten. Nur einen Tag nach dem Start in Alicante war erst auf Abu Dhabi der Mast gebrochen, wenige Stunden später musste Sanya mit einem Leck im Vorschiff einen Nothafen anlaufen. Beide Yachten sind per Frachter auf dem Weg zum ersten Etappenstopp in Kapstadt, wo sie repariert werden, um rechtzeitig für die zweite Etappe einsatzfähig zu sein.

Nachdem die geringe Meldezahl mit sechs Yachten schon ein Rückschlag für das wichtigste Hochseerennen mit den besten Offshore-Profis war, gerät die erste von neun Etappen zur Farce. Zu Beginn war das Rennen noch spannend, als die französische Groupama einen Ausbruchsversuch an der afrikanischen Küste unternahm. Aber die Strategie erwies sich als Flop. Die Franzosen reihten sich nach dem Einschwenken auf den direkten Kurs weit hinter den Führenden Puma und Telefónica in das Feld ein.

Auch das Team Neuseeland mit dem spanischen Schuhhersteller Camper als Sponsor hat nach einer starken Startphase früh den Anschluss zur Spitze verloren. Aber nach dem Materialschaden bei Puma sind sie jetzt Zweite.

"Dieser Ausfall ist für uns ohne Zweifel ein schwerer Rückschlag", sagt Ken Read vom Team Puma. "Aber das ist noch lange nicht das Ende." Das Punktesystem beim Volvo Ocean Race erlaubt auch noch einen Gesamtsieg nach einem Ausfall wie diesem. Beim Start zur zweiten Etappe in Kapstadt am 10. Dezember werden alle sechs Schiffe wieder an der Startlinie erwartet.

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insgesamt 2 Beiträge
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Ursprung 22.11.2011
1. Banale Berichterstattung
Gleich 2 Mastbrueche bei der kleinen Zahl von Teilnehmern sind ein Indiz, dass da irgendwas in der Balance der technischen Dimensionierung von Mast, Segel, Rigg danebenliegt. Leider erfaehrt man aus dem Artikel nicht, ob die ausgefallenen Riggs vom gleichen oder verschiednen Herstellern stammen, noch einen Hinweis darauf, was der Ausloeser der Mastbrueche war, zumindest im ersteren Falle (der zweite hat ja noch nicht Land erreicht). Keine informative Berichterstattung, halt eben eine banale, die auslaesst, was wirklich interessant waere.
Peter.Wolf 23.11.2011
2. Mastbruch
Die Riggs waren nicht vom gleichen Hersteller. Guckst Du hier: http://segelreporter.com/blog/2011/11/22/volvo-ocean-race-mastbruch-bei-puma-2000-meilen-vor-kapstadt/
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