Vuelta Siegloser Zabel gewinnt

Im vergangenen Jahr entschied Erik Zabel bei der Spanien-Rundfahrt drei Etappen für sich. Diesmal ging der Telekom-Kapitän leer aus und holte sich dennoch erstmals das rot-weiße Trikot des punktbesten Fahrers.


Sprintete in das rot-weiße Trikot des Punktbesten: Erik Zabel (M.)
DPA

Sprintete in das rot-weiße Trikot des Punktbesten: Erik Zabel (M.)

San Martin de la Vega - "Ich freue mich riesig über dieses Trikot - gerade, nachdem es im letzten Jahr nicht ganz gereicht hat", sagte Zabel am Samstag, "ich muss mich bei meinen vier Teamkollegen bedanken. Sie haben drei Wochen lang wieder super für mich gearbeitet. Schade, dass ich ihnen keinen Sieg schenken konnte." Beim abschließenden Einzelzeitfahren am Sonntag in Madrid gehört der Deutsche nicht zu den Favoriten.

Am Ende der 20. Etappe von Avila zum Vergnügungspark in San Martin de la Vega im Süden Madrids hatte Zabel erneut den Kürzeren gezogen und sich mit Rang drei hinter den Italienern Angelo Furlan und Alesssandro Petacchi zufrieden geben müssen. Furlan feierte bereits seinen zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Vuelta. Auf Rang vier kam Sven Teutenberg.

Schon bei den Zwischensprints auf der 141 Kilometer langen Etappe hatte Zabel in der Punktwertung seinen Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Petacchi weiter ausgebaut. Nach drei Etappensiegen im Vorjahr langte es für die Nummer eins des Team Telekom bei der 57. Spanien-Rundfahrt zwar nicht zum ersehnten Tageserfolg, doch als fleißigster Punktesammler der Vuelta dürfte der 32-Jährige auch seine Führung in der Weltrangliste behaupten.

Spannung im Kampf um den Gesamtsieg

Eine weitere Trikot-Entscheidung wurde ebenfalls am Samstag vorzeitig besiegelt. Dank seines Engagements an den letzten beiden Anstiegen der dritten Kategorie gewann der Baske Aitor Osa das Trikot des besten Bergfahrers.

Spannend bleibt es in der Gesamtwertung. Spitzenreiter Roberto Heras aus Spanien geht mit 68 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Aitor Gonzalez in das abschließende Einzelzeitfahren. Es endet am Sonntag nach 41,2 Kilometern im Santiago-Bernabeu-Stadion in Madrid. Beim ersten Zeitfahren vor zwei Wochen in Cordoba hatte der siegreiche Gonzalez 1:43 Minuten Vorsprung auf Heras herausgefahren, der dennoch weiter auf seinen zweiten Erfolg nach 2000 hofft.



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